Manfred Bühler zum neuen bernischen SVP-Präsidenten gewählt

zc, sda

6.7.2021 - 21:57

Manfred Bühler ist neuer Präsident der kantonalbernischen SVP. Der ehemalige Nationalrat aus dem Berner Jura setzte sich am Dienstagabend in einer Kampfwahl gegen zwei Mitbewerber durch.

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6.7.2021 - 21:57

Die Delegierten in Belp gaben Bühler den Vorzug gegenüber den Grossräten Samuel Krähenbühl und Thomas Knutti. Mit 211 Stimmen schaffte Bühler auf Anhieb das absolute Mehr. Auf Krähenbühl entfielen 112 Stimmen, auf Knutti 52.

Als Präsident der bernischen SVP tritt Bühler die Nachfolge von Werner Salzmann an. Der heutige Berner Ständerat führte die Partei seit 2012.

Bühler ist 42 Jahre alt und Bilingue. Der Jurist und überzeugte Proberner möchte an der Spitze der bernischen SVP als Brückenbauer dienen und die Vormachtstellung der SVP als stärkste Partei des Kantons festigen. Bühler schaffte 2015 den Sprung in den Nationalrat; 2019 verpasste er die Wiederwahl.

«Machen wir diese Partei wieder gross», rief Bühler den Delegierten am Dienstagabend zu. Die SVP sei zwar die stärkste Partei im Kanton, doch das reiche nicht aus. Sie müsse noch mehr tun gegen die Überhand nehmende linksgrüne Politik mit «Gender-Wahnsinn, Klima-Kommunismus und explodierenden Sozialkosten».

Kampf gegen höhere Autosteuern

Die Partei bleibt auch in den Sommerferien nicht untätig. An diesem Donnerstag beginnt die Unterschriftensammlung für das Referendum gegen eine ökologischere Ausgestaltung der Motorfahrzeugsteuern, wie der abtretende Präsident Salzmann bekanntgab.

Das Volk habe sich vor wenigen Jahren zweimal gegen höhere Autosteuern ausgesprochen, sagte Salzmann. «Jetzt müssen wir ein drittes Mal an die Säcke und verhindern, dass 40 Millionen Franken mehr in die Staatskasse fliessen.»

Voller Saal

Die geltenden Covid-Regeln wurden in Belp einigermassen strapaziert. So trugen viele Delegierte im vollgefüllten Saal keine Maske. Sie liessen es auch bleiben, nachdem sie Präsident Salzmann nach anderthalb Stunden an die geltende Maskenpflicht erinnert hatte. Im Saal befanden sich – inklusive Gäste – 426 Personen.

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