Coronavirus – Bern

Museumspräsidentin froh über Lockerung – Tierparkdirektor nur halb

sr, sda

17.2.2021 - 16:45

Nina Zimmer (links) und Bernd Schildger.
Nina Zimmer (links) und Bernd Schildger.
Keystone

Der Verein Berner Museen ist laut Präsidentin Nina Zimmer erleichtert über die Aussicht, am 1. März wieder Ausstellungen zeigen zu können. Nur halbwegs glücklich ist hingegen Bernd Schildger, Direktor des Berner Tierparks Dählhölzli.

Schildger wies am Mittwoch auf Anfrage darauf hin, dass laut den Plänen des Bundesrats Schweizer Zoos ab 1. März nur Aussenbereiche dem Publikum zugänglich machen können. Das Vivarium des Berner Tierparks bliebe damit geschlossen.

Das werde wohl dazu führen, dass im Berner Tierpark ein Extra-Kassenhäuschen aufgestellt werden müsse, sagte Schildger der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Die Kasse des Berner Tierparks befindet sich im Vivarium. Deshalb könnte sich Schildger vorstellen, dass dem Berner Tierpark ab 1. März in einer ersten Phase Mehrkosten entstehen, welche die Einnahmen übersteigen.

Ganz allgemein sei die Tierparkdirektion aber froh, wenn sie Menschen mit Tieren zusammenbringen könne. Insofern stellten die Pläne des Bundesrats eine gute Nachricht dar. Dass aber Museen öffnen könnten, das Vivarium aber nicht, begreift Schildger nicht: Die Platzverhältnisse im Vivarium seien nicht enger als etwa im Kunstmuseum Bern.

Museen wollten Gleichschritt mit Läden

Der Verein Berner Museen hofft laut Präsidentin Nina Zimmer, dass die Berner Regierung den Vorschlägen des Bundesrats zur Öffnung der Museen folgt. Die Vorschläge der Landesregierung werden ja zuerst in eine Konsultation geschickt.

Froh ist der Verein über die Pläne, dass in der Schweiz Museen und Läden gleichzeitig öffnen sollen. Dafür hätten sich die Museen auf regionaler, kantonaler und nationaler Ebene eingesetzt, sagt Zimmer. Studien zeigten, dass die Ansteckungswahrscheinlichkeit in Museen gering sei. Die Schutzkonzepte funktionierten.

Zimmer ist überzeugt, dass die Berner Museen nach der Wiedereröffnung einen Beitrag leisten können zur allgemeinen Lebensqualität, welche es in der aktuellen Coronazeit besonders brauche. Die Museen würden auch positive Anregungen geben.

Auch als Direktorin von Kunstmuseum Bern und Zentrum Paul Klee erwarte sie die absehbare Wiedereröffnung «mit grosser Erleichterung und grosser Freude».

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