Neubau steht für Museumsleitung «eindeutig im Vordergrund»

10.9.2019 - 20:04, SDA

Für die Direktion und die Trägerstiftung des Kunstmuseums Bern ist nach einem öffentlichen Dialog zur baulichen Erweiterung dieser Berner Institution klar: Für das Kunstmuseum Bern braucht es einen Neubau.

Nur ein Neubau mit deutlich grösserem Volumen als heute gewährleiste, dass sich das Kunstmuseum Bern auch in Zukunft im Kreis der führenden Schweizer Museen behaupten könne.

Und nur ein Neubau biete der Museumsleitung die Möglichkeit, einen deutlich effizienteren und die Ressourcen schonenden Betrieb mit zeitgemässen Standards zu führen, heisst es in einer Mitteilung des Museums vom Dienstag.

Noch nichts entschieden

Im März dieses Jahres hatten die Verantwortlichen des Kunstmuseums Bern bekanntgegeben, dass sie vor einem Variantenentscheid zur baulichen Zukunft des Museums einen Dialog mit Interessengruppen und Museumsbesuchern starten.

Dieser Dialog ist nun zu Ende. Am Dienstagabend wurden die Projektdossiers der Öffentlichkeit vorgestellt. Entschieden ist damit noch nichts, wie Medienunterlagen des Kunstmuseums Bern zu entnehmen ist: Nun folgt der Entscheidprozess gemeinsam mit den öffentlichen und privaten Finanzierungspartnern. Danach ist ein Architekturwettbewerb vorgesehen.

Drei Varianten standen und stehen zur Diskussion: Die Sanierung des Atelier-5-Baus aus dem Jahr 1983, ein Ersatzbau auf der Basis des Atelier-5-Baus und ein Neubau an Stelle des Atelier-5-Gebäudes, der etwas grösser ist als der Ersatzbau.

In allen Fällen bleibt der historische Stettler-Bau neben dem Atelier-5-Bau unangetastet. Und bei allen Varianten kommt das heutige Polizeigebäude an der Hodlerstrasse 6 dazu. Es wird neu Teil sein des Museumsgeländes.

Die Kosten des Neubaus werden auf 82,4 Millionen Franken geschätzt, mit einer Kostengenauigkeit von plus/minus 25 Prozent. Der Ersatzbau dürfte auf rund 70 Millionen Franken zu stehen kommen.

Im März hiess es, der Kanton Bern habe 40 Millionen Franken in Aussicht gestellt. Der Grosse Rat hat aber das letzte Wort. Der Berner Milliardär Hansjörg Wyss wollte nach damaligen Angaben 20 Millionen an eine Erweiterung des Kunstmuseums beisteuern.

In die Entscheidgespräche werden nebst Kanton Bern und Hansjörg Wyss auch Burgergemeinde und Stadt Bern sowie weitere Finanzierungspartner einbezogen.

Öffnen Richtung Stadt und Aare

Bereits klar ist den Verantwortlichen auch, dass sich das Kunstmuseum Bern der Zukunft zur Stadt und zur Aare hin öffnen sollte. So soll die Hodlerstrasse umfassend umgestaltet werden. Und in der Verlängerung der Genfergasse soll es einen neuen Fussweg hinunter zur Aare geben. «In Kombination mit dem Hangkantenweg entsteht so ein attraktiver und naturnaher Erlebnisraum, welcher dem Museum eine neue Interaktion zwischen Innenstadt und Aarehang erlaubt», heisst es in der Mitteilung.

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