Nach Jassbach geht es auch Rekruten in Bière mies

SDA/tjb

5.7.2019 - 10:27

Betroffen von den Magen-Darm-Beschwerden waren vor allem Rekruten der Schule für Elektronische Kriegsführung in Jassbach BE. (Archivbild)
Source: Keystone/Peter Schneider

Den Rekruten, die am Donnerstag in Jassbach BE an Brechdurchfall erkrankt sind, geht es allesamt besser. Aber nun wird bekannt, dass auch in der Westschweiz 30 Armeeangehörige an ähnlichen Symptomen leiden.

Nachdem am Donnerstag im bernischen Jassbach 50 Armeeangehörige an Brechdurchfall erkrankt sind, ist ein ähnliches Problem auch in der Kaserne von Bière aufgetreten. Der «Blick» berichtet mit Bezug auf einen dort stationierten Rekruten, dass der grösste Teil eines Zugs auf dem Waffenplatz in der Waadt erkrankt sei. 

Ein Armeesprecher bestätigte der Zeitung entsprechende Erkrankungen. Allerdings sei unklar, ob ein Zusammenhang bestehe. Das Lebensmittelinspektorat nehme sich auch dort der Sache an.

Auf dem Weg der Besserung

Unterdessen hat die Armee bekannt gegeben, dass es den 50 Soldaten der Kaserne Jassbach, die mit Magen-Darm-Beschwerden behandelt werden mussten, wieder besser gehe. Alle konnten die Spitäler bereits wieder verlassen und befänden sich nun im Urlaub. «Wir sind sehr erleichtert», sagte Armeesprecher Daniel Reist am Freitagmittag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

Die bisherigen Resultate der Untersuchung lassen eine virale Ursache ausschliessen. Die Untersuchungen des Lebensmittelhygieneinspektorats der Armee sowie der Militärjustiz sind noch nicht abgeschlossen.

Quarantäne aufgehoben

Der Gesundheitszustand der Armeeangehörigen hatte sich noch am Donnerstagabend verbessert, und der Kanton Bern hat die Quarantäne wieder aufgehoben, die er vorsichtshalber über die Kaserne verhängt hatte. Jassbach ist ein kleiner Ort im Emmental, an der Grenze zur Region Thun.

Die Angehörigen der Rekrutenschule werden weiterhin medizinisch betreut und vom Psychologisch-Pädagogischen Dienst der Armee unterstützt. 

Von den Magen-Darm-Beschwerden waren Armeeangehörige vom Offizier bis zum Rekruten betroffen. Sie litten teilweise an heftigem Erbrechen und Durchfall und waren zur medizinischen Betreuung in zivile Spitäler und in militärärztliche Einrichtungen gebracht worden.

Bilder aus der Schweiz

Zurück zur Startseite

SDA/tjb