Wahlen 2019 SP und Grüne wollen im Kanton Bern die ungeteilte Standesstimme

SDA

28.8.2019 - 11:30

SP und Grüne wollen im Herbst beide Berner Ständeratssitze erobern. Sie sind überzeugt, dass sie mit Ständerat Hans Stöckli (SP) und Nationalrätin Regula Rytz (Grüne) «das perfekte Duo» präsentieren.

Die ungeteilte Standesstimme für Rotgrün sei «nicht per se unmöglich», sagte Natalie Imboden, Co-Präsidentin der Berner Grünen, am Mittwoch vor den Medien in Bern. Die Möglichkeit sei da, thematisch dränge sich ein rotgrünes Duo geradezu auf – nun liege es an den Wählerinnen und Wählern.

Zurückhaltender äusserte sich Mirjam Veglio, die Co-Präsidentin der bernischen SP. «Ich kann nicht in die Zukunft schauen, aber ich würde mir natürlich eine ungeteilte rotgrüne Standesstimme wünschen.»

Die Berner Vertretung in der kleinen Kammer war lange Jahre fest in bürgerlicher Hand, bis Simonetta Sommaruga (SP) 2003 die Wahl schaffte. Nach Sommarugas Wahl in den Bundesrat eroberten die Bürgerlichen 2011 die Doppelvertretung zwar zurück – aber nur bis zu den Neuwahlen im selben Jahr.

Dann verdrängte Hans Stöckli (SP) den SVP-Mann Adrian Amstutz und vertritt den Kanton Bern seither zusammen mit Werner Luginbühl (BDP). Dieser tritt im Herbst nicht mehr an.

Der 67-jährige Stöckli hingegen strebt seine dritte Amtszeit an. Er erinnerte an der Medienkonferenz vom Mittwoch daran, dass er im Fall einer Wiederwahl 2020 zum Ständeratspräsidenten gewählt werden dürfte. Er wolle sich weiterhin «für eine gerechte, solidarische und starke Schweiz in Europa und der Welt einsetzen», betonte Stöckli.

Die Grünen setzen auf die 57-jährige Nationalrätin Regula Rytz. Die Präsidentin der Grünen Partei Schweiz will «Lösungen mehrheitsfähig machen für die Überwindung der globalen Klimakrise und für die Stärkung des sozialen Zusammenhaltes.»

Offene Fragen vor Stichwahl

SP und Grüne empfehlen im ersten Wahlgang beide Kandidierende zur Wahl. Weil insgesamt 15 Frauen und Männer antreten, ist schon jetzt praktisch sicher, dass es zu einer Stichwahl kommt. Beobachter gingen bislang davon aus, dass sich Rotgrün dann auf eine einzige Kandidatur einigt.

«Wir werden sehen», sagte SP-Co-Präsidentin Veglio an der Medienkonferenz auf eine Journalistenfrage. Imboden brachte derweil die Möglichkeit von zwei rotgrünen Ständeratssitzen ins Spiel.

Für den gemeinsamen Ständerats-Wahlkampf setzen die beiden Parteien insgesamt 39'000 Franken ein, wie Veglio sagte.

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