Betrugsmasche

Telefonbetrüger legen Opfer mit Schocknachrichten herein

hn, sda

31.3.2022 - 17:06

Telefonbetrüger treiben im Kanton Bern wieder vermehrt ihr Unwesen. Sie setzen ihre Opfer mit schockierenden Nachrichten unter Druck, etwa, dass ein naher Angehöriger verunfallt sei und Geld brauche. (Symbolbild)
Keystone

Im Kanton Bern sind wieder vermehrt Telefonbetrüger unterwegs, die sich als Polizisten ausgeben und ihren Opfern mit schockierenden Nachrichten Geld zu entlocken versuchen. In einem Fall erbeuteten die Betrüger 50'000 Franken.

hn, sda

31.3.2022 - 17:06

Eine Frau aus dem Raum Bern meldete der Kantonspolizei Bern Ende März, dass sie von einer hochdeutsch sprechenden Frau, welche sich als Polizistin ausgab, angerufen wurde.

Die angebliche Polizistin erzählte der Frau, ihre Tochter sei verunfallt und brauche wegen fehlenden Versicherungsschutzes Geld. Während dem Telefongespräch war eine weinende Frau im Hintergrund zu hören.

Das Opfer übergab in der Folge einer unbekannten Person, die sich als Mitarbeiter der Versicherung ausgab, das geforderte Bargeld, wie die Berner Kantonspolizei am Donnerstag mitteilte.

Im Kanton Bern sind solche «Schockanrufe» vermehrt festzustellen, wie die Kantonspolizei warnt. Die angerufenen Personen werden mit schockierenden Geschichten konfrontiert und mit eindringlichen Geldforderungen massiv unter Druck gesetzt. Die Betrugsmasche erfolgt teilweise auch in Italienisch.

Die Polizei rät zur Vorsicht, wenn unbekannte Anrufer Geld fordern. Am besten sei es, sich auch durch dramatische Schilderungen nicht verunsichern zu lassen und die schockierenden Nachrichten zu überprüfen. Keinesfalls sollten die Opfer Bargeld oder Schmuck an unbekannte Personen aushändigen.

Die Polizei gibt ausserdem zu bedenken, dass Schweizer Behörden nie irgendwelche Kautionen für Spitalaufenthalt oder Operationen verlangen. Verdächtige Telefonanrufe seien umgehend der Polizei zu melden.

hn, sda