Terminplan für den Ausbau des Bahnhofs Bern wird überprüft

SDA

20.11.2018 - 15:38

Die Verantwortlichen des Grossprojekts "Zukunft Bahnhof Bern" wollen den Terminplan für den Ausbau des Bahnknotens Bern überprüfen. Grund dafür ist eine rund einjährige Verzögerung, die durch die Behandlung einer Beschwerde entstanden ist.

Zum Ausbauprojekt des Bahnhofs Bern gehören verschiedene Projektteile der SBB, der Stadt Bern und des Regionalverkehrs Bern-Solothurn (RBS).

Der RBS plant unter einem Teil der SBB-Geleise einen neuen Bahnhof, da der alte seit langem aus allen Nähten platzt. Im Berner Hauptbahnhof werden im Westen des Gebäudekomplexes eine zweite A-förmige Personenunterführung und zwei neue Zugänge gebaut. Geschätzte Kosten: eine Milliarde Franken.

Gegen die Projekte gingen zunächst über 40 Einsprachen ein, die bis auf eine bereinigt werden konnten. Gegen das Projekt selber hatte niemand etwas einzuwenden, allerdings machten die Baustellen rund um den Bahnhof vielen Unternehmen in der Gegend Sorge.

Anfang März 2018 konnte auch die letzte Einsprache bereinigt werden, so dass auch der Bauplatz an der Laupenstrasse für den neuen RBS-Tiefbahnhof erstellt werden konnte.

Die Bauarbeiten kommen zwar gut voran, doch konnte die durch die Beschwerde entstandene Verzögerung von rund einem Jahr bislang nicht aufgeholt werden.

Die Verantwortlichen des Grossprojekts haben deshalb eine Arbeitsgruppe unter der Leitung des Bundesamtes für Verkehr (BAV) eingesetzt, um die Terminplanung zu überprüfen. Die Arbeitsgruppe soll die Terminplanung plausibilisieren, die Auswirkungen auf andere Projektteile aufzeigen und allfällige Beschleunigungsmassnahmen aufzeigen, wie das BAV am Dienstag mitteilte.

Mit ersten Zwischenergebnissen rechnen die Verantwortlichen bis im Frühsommer 2019. Bislang gingen die Bauherren davon aus, dass die Bauarbeiten bis Ende 2025 dauern.

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