Die Universitären Psychiatrischen Dienste Bern (UPD) wollen die stationären Tarifverträge Tarpsy kündigen. Mit den derzeitigen Tarifen könne nicht kostendeckend gearbeitet werden, wie die UPD am Donnerstag mitteilten. (Archivbild) (Archivbild)
Keystone
Die Universitären Psychiatrischen Dienste Bern (UPD) wollen die stationären Tarifverträge Tarpsy per Januar 2024 kündigen. Mit den derzeitigen Tarifen könne nicht kostendeckend gearbeitet werden, wie die UPD am Donnerstag mitteilten.
Keystone-SDA, falu, sda
23.02.2023, 06:44
23.02.2023, 09:43
SDA
Zahlreiche zentrale Versorgungsangebote seien unterfinanziert und die UPD schrieben Verluste, heisst es in der Mitteilung. Und weiter: «Durch den Versorgungsnotstand in der Psychiatrie, die Teuerung, die anstehende Finanzierung dringend nötiger Investitionen in die Infrastrukturen sowie die Nachwirkungen der Covid-19-Pandemie ist die Situation finanziell prekärer geworden.» Der Fachkräftemangel verschärfe die Situation noch.
Die UPD fordern laut Mitteilung kostendeckende Tarife für eine «wirksame, moderne und zweckmässige Medizin» sowie für angemessene Löhne und die Refinanzierung der nötigen Investitionen. Auf die Versorgung der Patientinnen und Patienten hätten die Tarifverhandlungen keine Auswirkungen.
TARPSY deckt Kosten des PZM nicht
Das Psychiatriezentrum Münsingen (PZM) verrechnet seine Leistungen aktuell auch über die Tarifverträge TARPSY. Diese Tarife würden aber die Kosten nicht decken, teilte die Leiterin der Kommunikationsabteilung des PZM der Nachrichtenagentur Keystone-SDA auf Anfrage mit.
Das PZM wird wie gewohnt im Frühling über die Fortführung oder Neuverhandlung der Tarife befinden, so das PZM. Die Verträge fürs nächste Jahr können noch bis Ende Juni gekündigt werden.
Die UPD und das PZM hatten erst am Mittwoch mitgeteilt, zusammenspannen zu wollen. Die Verwaltungsräte hätten eine Absichtserklärung unterzeichnet. Die beiden Institutionen gehören zu den grössten Psychiatrieeinrichtungen des Landes und sind im Eigentum des Kantons Bern. In den nächsten Monaten wollen sie einen Zusammenschluss unter einem neuen Namen prüfen. Ende Jahr wollen die beiden Institutionen entscheiden, ob sie dem Regierungsrat einen Zusammenschluss beantragen wollen
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