Wechselhaftes Wetter hält Feinstaub in Grenzen

SDA

15.5.2019 - 09:28

Wechselhaftes Wetter mit Wind und Regen hielt im vergangenen Winter die Feinstaubbelastung im Kanton Bern in Grenzen.
Source: Keystone/DPA/SEBASTIAN GOLLNOW

Die Feinstaubbelastung war im vergangenen Winter im Kanton Bern moderat. Dies vor allem deshalb, weil das Wetter oft wechselhaft, windig und regnerisch war. Hingegen ist die Belastung der Luft mit noch feineren Staubteilchen zu hoch.

Feinstaub besteht aus winzigen Partikeln, die tief in die Lunge eindringen und zu Atemwegs- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Lungenkrebs führen können. Diese Partikel weisen einen Durchmesser von weniger als 10 Mikrometer auf. Eintausend Mikrometer ergeben einen Millimeter. Doch der Feinstaub wird noch feiner unterteilt, nämlich in Partikel mit weniger als 2,5 Mikrometer Durchmesser.

Auch diese Kleinstpartikel sind gesundheitsschädigend, weshalb die Luftreinhalte-Verordnung im vergangenen Juni ergänzt wurde. Neu gilt ein Grenzwert von 10 Mikrogramm pro Quadratmeter im Jahresmittel für diese allerfeinsten Partikel. Dies entspricht laut Mitteilung der bernischen Volkswirtschaftsdirektion den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation.

Die Messstellen in der Nordwestschweiz wiesen im Jahresmittel zwischen 11 und 16 Mikrogramm pro Kubikmeter aus, was über dem Grenzwert liegt. Dies zeige, dass die Massnahmen zur Luftreinhaltung weiterhin wichtig seien, schreibt die Bernische Volkswirtschaftsdirektion in ihrer Mitteilung.

Insbesondere bei Dieselmotoren und Holzheizungen, beides zentrale Quellen von Feinstaub, gibt es laut Volkswirtschaftsdirektion Handlungsbedarf.

Bei den grösseren Feinstaubpartikeln konnte der Jahresgrenzwert deutlich eingehalten werden. Mit einer Ausnahme: die Strassenschlucht am Berner Bollwerk.

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