Luzerner Kantonsspital digitalisiert Klinikalltag komplett

19.9.2019 - 11:00, SDA

Das neue Klinikinformationssystem wird am Luzerner Kantonsspital in der Nacht auf Samstag eingeführt. (Symbolbild)
Source: PD

Das Luzerner Kantonsspital (LUKS) digitalisiert den Klinikalltag komplett. Ab Samstagmorgen um 3 Uhr werden nach 27-monatiger Vorbereitungszeit rund 5500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit einer einheitlichen digitalen Plattform arbeiten.

Es sei die bisher erste Einführung eines solchen integrierten Systems in einem deutschsprachigen Land, teilte das LUKS am Donnerstag mit. Alle Mitarbeiter in Medizin, Pflege und Administration, welche direkt mit Patienten zu tun haben, arbeiteten künftig mit dem Klinikinformationssystem LUKiS.

LUKiS basiert auf dem System von Epic, einem US-amerikanischen Unternehmen, das seit über 40 Jahren ausschliesslich Klinikinformationssysteme entwickelt. Über 1000 Kliniken weltweit arbeiten mit dem Epic-System. Laut einer LUKS-Sprecherin kostet das neue System 65,8 Millionen Franken. Darin seien Investitions- und Betriebskosten für die kommenden acht Jahre enthalten.

Wartezeiten für Patienten

Der Start von LUKiS sei eine grosse Herausforderung, heisst es weiter. Trotz intensiver Vorbereitung könne es während der Einführungsphase zu Wartezeiten für die Patienten kommen. Ziel sei es, die Patientensicherheit und Qualität weiter zu erhöhen.

Mit der neuen digitalen Lösung könnten künftig auch die behandelnden Haus- und Spezialärzte über ein Portal Zugriff auf die Daten ihrer Patienten erhalten, sofern die Patienten dies möchten. Und in einem zweiten Schritt würden die Patienten auf Wunsch selber Zugriff auf ihre Daten haben, heisst es weiter.

Das Luzerner Kantonsspital beschäftigt über 7000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Es umfasst die Standorte Luzern, Sursee, Wolhusen sowie die Höhenklinik Montana.

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