Sicherheit

Mehrheit der Ruswiler Bevölkerung für Erhalt des Polizeipostens

we, sda

17.3.2022 - 14:14

Der Ruswiler Gemeinderat befürchtet, dass die Polizei vermehrt zu einer Interventionseinheit wird. (Symbilbild)
Keystone

Die Ruswilerinnen und Ruswiler wollen, dass der Polizeiposten ihrer Gemeinde bestehen bleibt. In einer vom Gemeinderat lancierten Umfrage in der Bevölkerung haben sich 73 Prozent für den Erhalt des Postens ausgesprochen.

we, sda

17.3.2022 - 14:14

Die Luzerner Polizei reorganisiert sich. Teil des Projekts ist eine Reduktion der Zahl der Polizeiposten. Durch den Abbau der festen Standorte sollen Kapazitäten für zusätzliche Patrouillen geschaffen werden. Noch ist nicht offiziell bekannt, welche Posten von einer Schliessung betroffen sind. Der Ruswiler Gemeinderat befürchtet aber, dass auch der Posten in Ruswil gefährdet ist.

So lancierte er eine Umfrage in der Bevölkerung um herauszufinden, ob diese hinter dem Polizeiposten stehe. Wie der Gemeinderat am Donnerstag mitteilte, sprachen sich 73 Prozent der 294 Teilnehmerinnen und Teilnehmer für den Erhalt des Postens aus.

Der Gemeinderat sei überzeugt, dass mit der Aufhebung des Postens ein Abbau des Service public im Dorf und im Rottal einhergehen würde, schreibt er weiter. Behörden und Verwaltung schätzten die enge Zusammenarbeit mit dem Postenpersonal.

Mit der neuen Ausrichtung werde die Polizei vermehrt zu einer Interventionseinheit, welche die direkten Kontakte zum Grossteil der nicht delinquenten Bevölkerung und den Behörden verliere, schreibt der Gemeinderat. Der Posten Ruswil ist zuständig für drei Gemeinden und somit für rund 15'000 Einwohnerinnen und Einwohner.

Dringliches Postulat

Am Donnerstag reichte zudem die kantonale Mitte-Partei ein dringliches Postulat zu dieser Thematik ein. Darin fordert sie ein breites Vernehmlassungsverfahren zur Organisationsentwicklung 2030 der Luzerner Polizei.

Die Verlautbarungen und Mutmassungen im Zusammenhang mit den möglichen Schliessungen von Polizeiposten lösten in den Gemeinden und bei den Behörden grosse Verunsicherungen aus, heisst es in einer Medienmitteilung. Es brauche jetzt eine Rückkehr zu den gewohnten, politischen Prozessen.

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