Migros produziert in Dierikon Strom, Wärme und Kälte

SDA

26.11.2018 - 11:00

Die Migros Luzern hat in ihrer Betriebszentrale in Dierikon ein Biomasse-Heizkraftwerk in Betrieb genommen. Sie kann damit einen Grossteil des Energiebedarfs für das ganze Areal des Zentralschweizer Hauptsitzes abdecken.

Wie die Genossenschaft Migros Luzern am Montag mitteilte, nutzt sie für ihre Betriebszentrale in Dierikon ein neues Energiekonzept. Herzstück ist eine Wärme-Kraft-Kälte-Kopplung.

Im Heizkraftwerk wird Altholz verfeuert. Es dürften pro Jahr rund 8000 Tonnen sein. Mit der damit erzeugten Wärme wird ein mit Wasser gefüllter Hochdruck-Dampfheizkessel erhitzt. Über eine Dampfturbine wird Strom erzeugt. Die Migros könne etwa 20 Prozent ihres Strombedarfs in Dierikon selber produzieren, teilte eine Sprecherin auf Anfrage mit.

Mit einem Teil der Restwärme des Heikraftwerks wird die Betriebszentrale der Migros Luzern beheizt und mit Warmwasser versorgt. Es wird dabei so viel Wärme produziert, dass davon auch an umliegende Wohn-, Gewerbe- und Industriegebäude abgegeben werden kann.

Den verbleibenden Teil der Wärme nutzt die Migros zur Herstellung von Kälte. Diese wird zur Kühlung von verschiedenen Produktionsanlagen und Kühllagern verwendet.

Die Migros Luzern investierte rund zehn Millionen Franken in die neue Anlage. Diese sei Teil des Unternehmensziels, bis 2020 die Treibhausemissionen um 20 Prozent gegenüber 2010 zu senken, teilte die Migros mit.

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