Nidwalden unterstützt Schutzwaldprojekte in Dallenwil und Oberdorf

we, sda

17.11.2021 - 12:00

Die Schutzwirkungen des Waldes sind mannigfaltig. (Symbolbild)
Keystone

Der Nidwaldner Regierungsrat hat zwei langfristig ausgerichtete Schutzwaldprojekte in Dallenwil und Oberdorf genehmigt. Der Kanton beteiligt sich mit rund 850'000 Franken an den Gesamtkosten von 1,9 Millionen Franken.

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17.11.2021 - 12:00

Beide Projekte würden mit je 423'000 Franken unterstützt, sagte Landwirtschafts- und Umweltdirektor Joe Christen (FDP) auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. 554'000 Franken bezahlt der Bund. Die restlichen Kosten von 0,5 Millionen Franken könnten mit dem erwarteten Holzerlös gedeckt werden, heisst es in einer Medienmitteilung der Staatskanzlei vom Mittwoch.

Christen betont in der Medienmitteilung die Schutzwirkung des Waldes. Bei rechtzeitiger und zielgerichteter Pflege könne die Schutzwirkung 10 bis 20-mal kostengünstiger erreicht werden als mit technischen Verbauungen.

Neben Massnahmen wie der Waldverjüngung, der Stabilitätsdurchforstung und der Jungwaldpflege gehe es auch darum, den Wald für die Zukunft «klimafit» zu machen, heisst es weiter. Mit einer möglichst breiten Baumartenpalette werde das Risiko vermindert, dass der Wald seine Schutzwirkung nicht mehr erfüllen könne, wenn einzelne Baumarten durch Trockenheit oder Schädlinge ausfallen.

Baumarten, die Trockenheit gut ertragen, werden bei der Jungwaldpflege gefördert und dort, wo sie im Jungwald fehlen, durch Pflanzungen eingebracht. Dies sind beispielsweise Eiche, Spitzahorn oder Linde.

Die Wälder in den Projektgebieten in Dallenwil und Oberdorf gehören insgesamt 125 Waldeigentümern. Die beiden Ürtekorporationen Dallenwil und Büren nid dem Bach übernahmen die Projektträgerschaft. Sie werden die geplanten Arbeiten durch die eigene Forstgruppe von Dallenwil und durch Forstunternehmer ausführen.

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