Obwaldner Regierung zieht bei Parkplatzbewirtschaftung Notbremse

11.9.2019 - 10:37, SDA

Die Parkplätze auf kantonalem Grund in Obwalden sollen vorerst gratis bleiben. (Symbolbild)
Source: KEYSTONE/ALEXANDRA WEY

Die Parkplätze des Kantons Obwalden bleiben vorerst gratis. Die Kantonsregierung hat bei der ab Herbst geplanten Parkplatzbewirtschaftung nach heftiger Kritik die Notbremse gezogen.

Am Grundsatz der Bewirtschaftung der Parkplätze, die sich im Eigentum oder im Mietverhältnis des Kantons befinden, halte der Regierungsrat zwar fest, teilte er am Mittwoch mit. Damit wolle man zusätzliche Einnahmen generieren, die Verfügbarkeit von Parkplätzen für Mitarbeitende und Besucher verbessern und das Mobilitätsverhalten steuern.

Die Pläne hätten allerdings heftige Reaktionen ausgelöst. Beim Kanton sei aus Teilen der Bevölkerung, von Einzelpersonen und Vereinen, von politischen Parteien und Interessenvertretungen eine Vielzahl kritischer Rückmeldungen eingetroffen, nachdem die Regierung im August eine Interpellation zum Thema beantwortet hatte.

Die breite Opposition, aber auch der Umstand, dass die Beschaffung der Kontrollinfrastruktur sowie die notwendigen Signalisationen mehr Zeit in Anspruch nehmen, hätten den Regierungsrat bewogen, die Pläne sofort zu überprüfen und anzupassen.

Dabei nimmt der Regierungsrat in den nächsten Wochen insbesondere die Tarifgestaltung unter die Lupe. Er will damit den Anliegen von Sportvereinen und Parkplatzbenutzern in den Abendstunden und am Wochenende entgegenkommen. Die Einführung der Parkplatzbewirtschaftung erfolgt frühestens auf Anfang des nächsten Jahres.

Die Einführung des Bewirtschaftsungssystems verursacht einmalige Kosten von 190'000 Franken. Die erwarteten Nettoeinnahmen von 325'000 Franken pro Jahr sollen zur Stabilisierung des Finanzhaushalts beitragen.

Zurück zur Startseite

Weitere Artikel