Uri soll an Fusion von Seedorf und Bauen 450'000 Franken bezahlen

SDA

14.12.2018 - 16:18

Die beiden Urner Seegemeinden Seedorf und Bauen sollen für ihre Fusion einen Kantonsbeitrag von 450'000 Franken erhalten. Der Regierungsrat hat dem Parlament einen entsprechenden Verpflichtungskredit beantragt. Es wäre die erste Gemeindefusion im Kanton.

Die beiden Gemeinden hatten in einem gemeinsamen Gesuch Kosten von 522'000 Franken als Folge der Fusion geltend gemacht. Der vom Kanton vorgeschlagene Beitrag berücksichtige die unterschiedliche Grösse der beiden Gemeinden und deren gute finanzielle Lage, schreibt die Regierung am Freitag in ihrem Antrag an den Landrat.

Ein Entschuldungsbeitrag entfällt. Die Beitragshöhe trage dem Umstand Rechnung, dass die verwaltungsexterne und -interne Projektarbeit aufwendiger sei und auch mit dem bereits bewilligten Projektierungsbeitrag nicht abgegolten werden konnte, zumal das Fusionsprojekt eine Premiere im Kanton Uri ist.

Der Beitrag soll überdies Signalwirkung haben - die Gemeindefusion liege im Gesamtinteresse des Kantons. Im Herbst 2019 sollen die Stimmberechtigten über den Fusionsvertrag abstimmen können. Als Fusionszeitpunkt wird der 1. Januar 2021 angestrebt.

Bauen ist die kleinste Gemeinde im Kanton Uri. Der Ort am östlichen Ufer des Urnersee zählt 161 Einwohner und sieben Schüler. 2009 drohte der Gemeinde die Zwangsverwaltung durch den Kanton, weil niemand für den Gemeinderat kandidieren wollte. In Seedorf leben rund 1800 Menschen, die Gemeinde liegt an der Autobahn A2. Der Steuerfuss liegt bei 90 Prozent, jener von Bauen bei 100 Prozent.

Für die Bevölkerung und den Gemeinderat von Seedorf gilt das Beibehalten des Steuerfusses von 90 Prozent nach der Fusion als notwendiges Kriterium für eine erfolgreiche Fusion. Dies bedeutet aber für die fusionierte Gemeinde gegenüber der Situation ohne Fusion Ertragsausfälle von 10 Prozent auf dem Anteil der Steuererträge aus Bauen.

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