Aargauer Kantonsverwaltung ist in Schweizer Händen

ga, sda

23.11.2020 - 10:52

Nur 6,9 Prozent aller Mitarbeitenden in der Aargauer Kantonsverwaltung haben keinen Schweizer Pass. Der Ausländeranteil in der Bevölkerung liegt bei 25,3 Prozent. (Symbolbild)
SDA

Mehr als 93 Prozent der Mitarbeitenden in der Verwaltung des Kantons Aargau sind Schweizerinnen oder Schweizer. Nur 539 der insgesamt 7811 Mitarbeitenden haben eine ausländische Nationalität. Oberste Kaderposten sind vollständig in Schweizer Händen.

Wie aus der Antwort des Regierungsrats auf eine Interpellation aus den Reihen der SVP-Fraktion im Grossen Rat weiter hervorgeht, verfügen 6,9 Prozent der Mitarbeitenden nicht über einen Schweizer Pass. Zum Vergleich: Der Ausländeranteil in der kantonalen Bevölkerung beträgt 25,3 Prozent.

Die meisten Mitarbeitenden in der Kantonsverwaltung haben einen deutschen Pass (216 Personen) oder einen italienischen Pass (86 Personen). Es folgen Mitarbeitende mit österreichischer (18 Personen) oder kroatischer Nationalität (16 Personen). 203 Mitarbeitende verteilen sich auf 61 weitere Länder. Ihr Anteil liegt gemäss Angaben des Regierungsrats unter einem Prozent pro Land.

Von den insgesamt 539 Mitarbeitenden mit ausländischer Nationalität sind 34 Personen ausländische Grenzgängerinnen und Grenzgänger. Dies entspricht einem Anteil von rund 0,5 Prozent des Mitarbeitendenbestands. Sie kommen grossmehrheitlich aus Deutschland.

Alle 91 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des obersten Kaders sind schweizerischer Nationalität, wie der Regierungsrat weiter ausführt. Unter den 158 Angehörigen des mittleren Kaders wie Leitende von Sektionen und Stabsbereichen befinden sich zwei italienische Staatsbürger oder Staatsbürgerinnen und eine Person mit deutschem Pass.

Manchmal weniger als fünf Bewerbungen

Das Interesse an offenen Stellen sei je nach Departement und Funktion unterschiedlich, heisst in der Stellungnahme des Regierungsrats. In Tätigkeiten mit Fachkräftemangel (Ingenieur, Fachexperte im Gesundheitsbereich oder in der Informatik) gebe es oftmals weniger als fünf Bewerbungen pro Stelle.

In diesen Funktionen würden aufgrund der geforderten Qualifikation ausländische Bewerbungen aus dem grenznahen Ausland berücksichtigt, sofern keine gleichwertige Bewerbung aus der Schweiz vorliege.

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