Aargauer Regierung: Putzpersonal wird trotz Kritik ausgelagert

12.7.2018 - 09:55, SDA

Der Aargauer Regierungsrat hält am Outsourcing des Reinigungspersonals der Kantonsschulen in Aarau, Wettingen und Wohlen an eine private Firma fest. Dies begründet der Regierungsrat mit dem für den Kanton "besten Kosten-Nutzen-Verhältnis".

Ein weiterer Grund für den Auslagerungsentscheid liege in der Überschreitung des bewilligten Stellenetats, hält der Regierungsrat in einem Antwortschreiben an die Gewerkschaft VPOD fest. Die Gewerkschaft publizierte den Brief.

Vor zwei Monaten hatten sich rund 40 Mitarbeitende in einem offenen Brief gegen den Entscheid des Regierungsrats gewehrt. Die Auslagerung geschehe, um den Stellenplan zu entlasten und gewisse politische Kreise zufrieden zu stellen. Kosten würden dabei keine gespart. Die Arbeitsbedingungen für das Reinigungspersonal würden sich jedoch verschlechtern.

Der Regierungsrat hat gemäss eigenen Angaben im Grundsatz entschieden, dass die Gebäudereinigung an den Kantonsschulen ausgelagert wird. Die Hauswarte und die Ausbildung der Lernenden sollen jedoch beim Kanton verbleiben.

Die Organisation der Gebäudereinigung gehöre nicht zu den Kernaufgaben der Schulen. Diese müssten sich auf ihren Bildungsauftrag konzentrieren.

Drei Jahre lang Lohngarantie

Das betroffene Reinigungspersonal wird laut Regierungsrat vom neuen Arbeitgeber bis Ende August ein Angebot erhalten. Der heutige Lohn werde für die Dauern von drei Jahren garantiert. Während der drei ersten Anstellungsjahren beim neuen Arbeitgeber werde nur dann eine ordentliche Kündigung ausgesprochen, wenn ein sachlich zureichender Grund vorliege.

Die Gewerkschaft VPOD Aargau zeigt sich in einer Stellungnahme "enttäuscht". Das Vorgehen mache den Kanton zu einem "unglaubwürdigen Arbeitgeber und zu einem schlechten Vorbild". Der Regierungsrat habe Fragen wie höhere Pensionskassenbeiträge, unterschiedliche Ferienregelungen sowie die Bedingungen bei Krankheit und Unfall ausser acht gelassen.

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