Detailhandel in den Aargauer Altstädten ankurbeln

SDA

9.5.2019 - 17:57

Die Aargauer Altstädte wollen wieder Leben in ihre Mauern bringen. Sie haben einen Bericht ausarbeiten lassen, der den Städten Massnahmen zur Wiederbelebung des Detailhandels aufzeigen soll.

Der Online-Handel, internationale Ketten und die riesigen Shoppingcenter auf dem Lande haben bewirkt, dass viele Läden in den Altstädten dicht gemacht haben. Der Branchenmix in den historischen Gebäuden wandelte oder verkleinerte sich.

Dem tritt die Interessengemeinschaft Aargauer Altstädte nun entgegen. Sie haben einen Bericht ausarbeiten lassen, mit dessen Hilfe die Verantwortlichen schnell und effizient Massnahmen zur Wiederbelegung ihrer Altstädte umsetzen können.

Der am Donnerstag in Aarau vorgestellt Bericht «Konfektionierter Prozess zur Altstadtentwicklung» soll die Umsetzung der Massnahmen beschleunigen und abkürzen. Stadtentwicklung dauere oft viel zu lange, weil man jedes Mal bei Null anfange, sagte IG-Präsident und alt Regierungsrat Peter C. Beyeler.

Deshalb setzt der von Spezialisten ausgearbeitete Bericht auf Konfektionierung. Dies bedeutet, dass der Prozess zur Erarbeitung von Massnahmen vorgedacht, bestimmt und gebrauchsfertig ist, so dass er schnell zu guten und umsetzbaren Resultaten führt. Dadurch erübrigen sich lange Diskussionen über das Was, Wann, Wie und durch Wen.

Rollende Entwicklung

Die Altstadtentwicklung soll laut dem Bericht rollend ohne bestimmten Anfang und ohne Ende ablaufen. Erste Massnahmen sollen schnell umgesetzt werden, andere später in Gang gebracht werden. Damit sollen Veränderungen regelmässig beurteilt und in den Prozess aufgenommen werden.

Erste Arbeiten im Sinne des Papiers sind in Aarau, Baden, Bremgarten und Rheinfelden angelaufen. Dazu kommen Zofingen und Brugg, die als Pilotgemeinden für die Umsetzung des Berichts dienen. Zur IG Aargauer Altstädte gehören ferner Laufenburg, Zurzach, Kaiserstuhl, Lenzburg, Aarburg, Klingnau und Mellingen.

Im November soll der vierte Aargauer Altstadtgipfel über die Fortführung der Interessengemeinschaft und über die Weiterentwicklung des Prozesses entscheiden.

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