Grosser Rat AG

Erstmals nimmt Stellvertreterin Platz im Aargauer Parlament

ga, sda

6.1.2023 - 08:45

Im Kanton Aargau können sich die Mitglieder des Kantonsparlaments im Falle von Krankheit, Unfall oder Mutterschaft künftig für höchstens ein Jahr vertreten lassen. (Archivbild)
Im Kanton Aargau können sich die Mitglieder des Kantonsparlaments im Falle von Krankheit, Unfall oder Mutterschaft künftig für höchstens ein Jahr vertreten lassen. (Archivbild)
Keystone

Im Kanton Aargau lässt sich erstmals ein Mitglied des Grossen Rats für die Dauer von drei Monaten vertreten. Die 34-jährige GLP-Grossrätin Leandra Kern-Knecht aus Turgi geht in den Mutterschaftsurlaub, wie die GLP Aargau am Freitag mitteilte.

ga, sda

6.1.2023 - 08:45

Sie lässt sich von der 35-jährigen Parteikollegin Iva Marelli aus Baden vertreten. Marelli, Präsidentin des Badener Einwohnerrats, wird in der kommenden Woche an der ersten Sitzung des Kantonsparlaments in diesem Jahr vereidigt.

Das Aargauer Volk hatte im September der für diese Stellvertreter-Regelung notwendigen Änderung der Kantonsverfassung zugestimmt. Das bereits zuvor vom Grossen Rat beschlossene Gesetz trat auf Anfang dieses Jahres in Kraft.

Im Kanton Aargau können sich die Mitglieder des Kantonsparlaments im Falle von Krankheit, Unfall oder Mutterschaft künftig für höchstens ein Jahr vertreten lassen.

Eine Chance für Nichtgewählte

Jedes längerfristig verhinderte Parlamentsmitglied entscheidet freiwillig, ob es eine Vertretung einsetzen will. Dabei sind die Spielregeln gleich wie beim Ersatz nach einem Rücktritt: An erster Stelle steht, wer auf der Liste bei der Wahl von den Nichtgewählten am meisten Stimmen erzielte.

Falls diese Person die Vertretung nicht übernehmen will, bekommt die nachfolgende Person die Chance. Winken alle Nichtgewählten der betreffenden Liste ab, so bleibt der Sitz unbesetzt.

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