Fehlanreize bei sozialen Bedarfsleistungen in Baselland

dosp, sda

1.11.2021 - 12:00

Wenn sich Arbeit finanziell nicht lohnt: Eine Studie deckt bei der Baselbieter Sozialhilfe zahlreiche Fehlanreize auf.
Keystone

Eine Untersuchung der sozialen Bedarfsleistungen im Kanton Baselland hat zahlreiche Fehlanreize aufgedeckt. Das Sozialamt will nun schrittweise vor allem bei der Sozialhilfe, den Mietzinsbeiträgen und Alimentenbevorschussung versuchen, diese unerwünschten Effekte zu vermeiden.

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1.11.2021 - 12:00

Eine bei der Firma Econcept in Auftrag gegebene Studie habe bei der Ausrichtungen von fast allen sozialen Bedarfsleistungen Fehlanreize aufgezeigt, teilte die Baselbieter Finanz- und Kirchendirektion am Montag mit. Das habe in vielen Fällen zur Folge, dass sich die finanzielle Situation eines Haushalts trotz einer Erhöhung des Erwerbseinkommens nicht verbessere oder gar abrupt verschlechtere.

Betroffen sind gemäss der Studie vor allem Haushalte, die bei einer leichten Verbesserung des Einkommens die gesetzlichen Anspruchsgrenzen für die Sozialhilfe oder die Bevorschussung von Alimentenzahlungen überschreiten. Konkret seien 8700 Haushalten mit einem Einkommen über dem Grenzwert für Sozialhilfe finanziell schlechter gestellt als die 4400 Haushalte, die Sozialhilfe beziehen würden.

Eine generelle Lösung des Problems sei aufgrund des komplexen Sachverhalts nicht möglich, heisst es weiter. Das Sozialamt werde die Ergebnisse der Analyse aber in bereits laufende Projekte vor allem in den Bereichen Sozialhilfe, Mietzinsbeiträge und Alimentenbevorschussung einfliessen lassen.

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