Militärmusik Festival Basel Tattoo wartet mit 50 Pferdestärken aus dem Oman auf

dosp, sda

11.7.2023 - 13:18

50 berittene Musikerinnen und Musiker aus dem Oman, vier Dudelsack-Formationen aus Kanada neben den obligaten schottischen Formationen und eine Amateur-Musikformation aus Luzern, garniert mit einem Überflug der Patrouille Suisse: Das am Freitag beginnende Militärmusikfestival Basel Tattoo vereinigt rund 1000 Mitwirkende aus 4 Kontinenten.

Es war sehr heiss am Dienstagmorgen in der Openair-Arena auf dem Basler Kasernenareal. Trotzdem wies Dirigent Roger Hasler seine 50 Musikerinnen, Musiker und Schwerträger der Lucerne Marching Band an, für die Pressefotografen die nicht gerade sommerlich leicht wirkenden Kittel der blauweissen Landsknechtsuniformen anzuziehen.

«Die Hosen überall sauber zu und die Socken hochgezogen», befahl er, bevor die Musikformation die Darbietung fliessend von «September»-Song von Earth Wid & Fire zur «Willhelm Tell»-Ouvertüre von Gioachino Rossini überleiten liess.

Die Amateur-Band ist eine von gut einem Dutzend Formationen, die in der Bruthitze an ihren Auftritten feilen, die sie ab Freitag in elf Vorstellungen darbieten werden. Die diversen Drum and Pipe Bands aus Schottland werden mit diesen Temperaturen wohl mehr Mühe haben, als die Mariachis aus Mexiko oder The Combined Bands of the Royal Cavalry and the Royal Guard of Oman.

50 Pferde eingeflogen

Letztere sind mit über 50 Pferden angeflogen gekommen. Auf diesen werden sie mit Pauken, Trompeten und Dudelsäcken musizieren.

Tattoo-Direktor Erik Julliard sagte an der Medienkonferenz nach dem Probenbesuch, dass fliegende Pferde im Zusammenhang mit den vielen internationalen Reitturnieren nichts Aussergewöhnliches mehr seien. Über die Kosten des Auftritts wollte er oder konnte er sich, nicht äussern.

Für ihn persönlich zähle das Herzstück eines jeden Tattoos, nämlich der Auftritt der Massed Pipes and Drums zu den Höhepunkten der Veranstaltung. Er erwähnte aber auch die Brassband of the 194th Potoon Bridge aus der Ukraine, die zeigen werde, dass es von diesem geschundenen Land nicht nur über Krieg zu berichten gebe.

Für etwas Aufregung und Kritik in politisch linken Kreisen Basels hatte im Vorfeld das Gerücht gesorgt, dass am Premierenabend ein Überflug der Armee-Fliegerstaffel Patrouille Suisse stattfinden werde. Julliard bestätigte, dass die Flugzeuge die Arena überfliegen werden. «Aber nur überfliegen und das in der gebotenen Höhe», betonte er.

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