Hypi Lenzburg will Negativzinsen nicht an Kleinsparer weitergeben

SDA

11.7.2019 - 14:38

Die Hypothekarbank Lenzburg hat im ersten Halbjahr 2019 per Saldo mehr verdient. Die tiefen Zinsen machten ihr jedoch zu schaffen. «Wir sind immer noch stark vom Zinsdifferenzgeschäft abhängig», sagte CEO Marianne Wildi.

Diesen Schwierigkeiten begegnen möchte die Managerin mit einer Diversifizierung ihres Geschäfts. Die Negativzinsen an die Kleinsparer weitergeben möchte sie hingegen nicht. «Wir werden uns bemühen, dass das nicht passiert», betonte Wildi im Interview mit AWP Video am Donnerstag am Hauptsitz in Lenzburg AG.

Weiter äusserte sie sich zu Neon: Mit diesem Start-up aus dem Fintech-Bereich betreibt die Hypi Lenzburg eine Kooperation. So nutzt Neon für sein mobiles Banking-Angebot das Kernbankensystem Finstar der Hypothekarbank Lenzburg. Das Konto unterliegt damit auch der Schweizer Einlagesicherung bis 100'000 Franken.

«Start-up Feeling»

«Die Zusammenarbeit bringt uns ebenfalls ein gewisses Start-up Feeling», sagte Wildi. Dass ihr Finanzinstitut gegenüber digitalen Entwicklungen sowie Kryptowährungen offen ist, liege auch an ihrem persönlichen Hintergrund. «Ich komme ursprünglich aus der Informatik.» Sie habe daher ein Verständnis für solche Geschäfte und könne die Risiken gut einschätzen.

Bei ihren am Vortag publizierten Halbjahreszahlen hatte die Hypothekarbank einen um 0,8 Prozent über der Vorjahresperiode liegenden Reingewinn von 9,9 Millionen ausgewiesen. Der Geschäftserfolg als Mass für die operative Leistung der Bank war dagegen um rund 2,5 Prozent auf 11,9 Millionen Franken gesunken.

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