Tierseuchen Kanton Aargau erhöht Tierhalterbeiträge für die Seuchenbekämpfung

ga, sda

12.7.2024 - 09:38

Die Bekämpfung von Tierseuchen geht ins Geld. Daher müssen die Aargauer Tierhalter vom kommenden Jahr an deutlich mehr bezahlen. (Symbolbild)
Die Bekämpfung von Tierseuchen geht ins Geld. Daher müssen die Aargauer Tierhalter vom kommenden Jahr an deutlich mehr bezahlen. (Symbolbild)
Keystone

Der Kanton Aargau benötigt für die Bekämpfung von Tierseuchen deutlich mehr Geld als bisher. Daher hat der Regierungsrat die Tierhalterbeiträge pro Grossvieheinheit wie eine Kuh von derzeit fünf auf neun Franken erhöht. Die neuen Ansätze gelten vom kommenden Jahr an.

Keystone-SDA, ga, sda

Mit der Anpassung der Tierhalterbeiträge sowie dem Kantonsanteil fliessen pro Jahr zusätzlich 594'000 Franken in die Rücklage Tiergesundheit, wie die Staatskanzlei Aargau am Freitag mitteilte.

Der Kanton, private Tierhaltende sowie Viehhandelsunternehmen bezahlen jedes Jahr in diese Rücklage ein. Das Geld ist zweckgebunden und wird ausschliesslich für die Tierseuchenbekämpfung ausgegeben.

Der Kanton trägt die Hälfte des Aufwands für die Seuchenbekämpfung. Die Tierhaltenden sowie die Viehhandelsunternehmen finanzieren die zweite Hälfte.

Mehrausgaben von 350'000 Franken pro Jahr

Das nationale Projekt Moderhinke – eine schmerzhafte Klauenkrankheit bei Schafen – führt laut Regierungsrat in den Jahren 2024 bis 2026 zu zusätzlichen Entnahmen aus der Rücklage Tiergesundheit. Es geht um rund 350'000 Franken pro Jahr.

Eine Grossvieheinheit (GVE) entspricht laut dem Bundesamt für Statistik dem Futterverzehr sowie dem Anfall von Mist und Gülle einer Kuh. Mit Umrechnungsfaktoren werden die verschiedenen Arten von Nutztieren in GVE ausgedrückt.

Die Bezugsgrösse GVE wird im Rahmen der Direktzahlungen, der Strukturverbesserungen und im Gewässerschutzgesetz verwendet, wie das Bundesamt erläutert.