Gesundheitswesen

Kantonsspital Baden AG schreibt wegen Corona erstmals Verlust

mk, sda

31.3.2021 - 09:46

Das Kantonsspital Baden AG verzeichnete im vergangenen Jahr einen coronabedingten Fehlbetrag von rund 20 Millionen Franken. (Archivbild)
Keystone

Das Kantonsspital Baden AG (KSB) hat im vergangenen Jahr wegen der Folgen der Corona-Pandemie erstmals einen Verlust geschrieben. Dieser betrug gut fünf Millionen Franken.

mk, sda

31.3.2021 - 09:46

Im Vorjahr hatte das KSB noch einen Gewinn von über 15 Millionen Franken erzielt. Der erste stationäre Covid-19-Patient sei am 28. Februar 2020 behandelt worden, teilte das KSB am Mittwoch mit. Bis zum 28. Februar 2021 seien im KSB insgesamt 874 Covid-19-Patienten hospitalisiert gewesen. Der Höchstwert von 84 solchen Patienten sei am 21. Dezember 2020 verzeichnet worden.

Die Pandemie habe sich massiv auf den Spitalbetrieb ausgewirkt. So durfte das KSB von Mitte März bis Ende April 2020 wie alle anderen Spitäler auf Anordnung des Bundes nur die notwendigsten Behandlungen durchführen. In der zweiten Welle gab es keine solche Anordnung mehr. Damit das KSB aber auf der Intensiv- und Überwachungsstation über genügend Ressourcen für Covid-19-Patienten verfügte, musste es den Betrieb in den Operationssälen reduzieren.

Corona-Fehlbetrag von 20 Millionen

Zum Ertragseinbruch kamen Zusatzkosten, die durch die Pandemie entstanden. Insgesamt belief sich der Fehlbetrag wegen Corona auf rund 20 Millionen Franken.

Den Verlust von circa fünf Millionen Franken habe der Kanton Aargau als Eigentümer des KSB in Anbetracht der Umstände als «gut» bezeichnet, schrieb das Spital. Der Regierungsrat wolle die Spitäler für die Ertragsausfälle und die Zusatzkosten während der Pandemie angemessen entschädigen. Damit rechne das KSB mit einem aus finanzieller Sicht versöhnlichen Abschluss des Seuchenjahres 2020.

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