Keine grösseren Hochwasserschäden im Aargau erwartet

mk, sda

15.7.2021 - 09:52

Wallbach AG am Rhein (Aufnahme vom Mittwoch): Mobile Hochwassersperren sollen Überschwemmungen verhindern.
Keystone

Die Aare bei Murgenthal AG hat am Donnerstagmorgen mehr Wasser geführt, als es der Höchstwert festlegt, der nicht überschritten werden sollte. Dennoch geht man beim Kanton von keinen grösseren Hochwasserschäden im Aargau aus.

mk, sda

15.7.2021 - 09:52

Bei der Messstation Murgenthal wurde um 10.00 Uhr ein Abfluss von 951 Kubikmetern pro Sekunde gemessen, wie aus den Daten des Bundesamts für Umwelt hervorging. Der Abfluss sollte den Höchstwert von 850 Kubikmetern nicht übersteigen. Um 16.00 Uhr betrug der Abfluss in Murgenthal noch 680 Kubikmeter pro Sekunde.

Die im Aargau getroffenen Massnahmen, wie etwa die mobilen Hochwassersperrren in Brugg, sollten vor den Wassermassen schützen. Das sagte Simon Werne vom kantonalen Departement Bau, Verkehr und Umwelt auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Das gelte auch für die Gebiete an Reuss, Limmat und Rhein im Aargau.

Warnung für alle Gewässer

Der Kantonale Führungsstab schrieb in einer Medienmitteilung, für sämtliche Gewässer im Aargau gebe es eine Hochwasserwarnung. Wegen der erwarteten Niederschläge werde in den nächsten Tagen mit weiteren Hochwasserspitzen gerechnet.

Am Dienstag seien neben Brugg auch in Wallbach, Mellingen und Wohlen mobile Hochwassersperren aufgebaut worden. Am Mittwoch sei dies ausserdem in Zofingen geschehen. In Mellingen wurden die Hochwassersperren am Donnerstag verlängert und die Schutzmassnahmen ausgebaut.

Der Kantonale Führungsstab rief die Bevölkerung dazu auf, die Ufer von Flüssen und Bächen zu meiden. Es könnten überraschend Flutwellen auftreten und Ufer einbrechen. Zudem sollten in gefährdeten Gebieten und bei starken Niederschlägen Keller und Tiefgaragen nicht aufgesucht werden. Ausserdem solle man darauf verzichten, mit dem Auto oder Velo durch überflutete Strassen zu fahren.

Viel Wasser in den Flüssen

Bei der Messtation Rheinfelden am Rhein stieg der Abfluss am Donnerstagnachmittag auf 3421 Kubikmeter pro Sekunde. Letztmals war der Wert am Dienstagabend so hoch gewesen. Bei Brugg an der Aare betrug der Abfluss 1102 Kubikmeter pro Sekunde. Hier war der Wert in den letzten Tagen nie so hoch gewesen. Er sank jedoch nach dem Mittag leicht.

Bei der Reuss in Mellingen betrug der Messwert 685 Kubikmeter pro Sekunde – weniger als noch am Mittwoch. An der Limmatpromenade in Baden ging der Wert im Lauf des Donnerstagvormittags und -nachmittags auf 384 Kubikmeter pro Sekunde zurück.

mk, sda