Kosten für stationäre Behandlungen in Aargauer Kliniken gesunken

11.9.2019 - 10:09, SDA

Die durchschnittlichen Kosten für stationäre Behandlungen in Aargauer Kliniken sinken. Zudem nahm das Alter beim Eintritt in ein Alters- oder Pflegeheim weiter zu. In allen Bereichen stiegen aber die Betriebskosten. Dies geht aus den am Mittwoch veröffentlichten Aargauer Gesundheitsstatistiken 2018 hervor.

Die häufigsten Ursachen einer Hospitalisierung in einer aargauischen Klinik im vergangenen Jahren waren Verletzungen aller Art, dicht gefolgt von Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems oder des Kreislaufsystems.

Die durchschnittlichen Kosten für stationäre Behandlungen in Kliniken pro Tag sanken im letzten Jahr von 1219 auf 1208 Franken. Die Kosten pro Tag nahmen mit Ausnahme der Rehabilitationskliniken in allen Kliniktypen ab. Die Zahl der Hospitalisierten in Kliniken ging gegenüber dem Vorjahr um 0,6 Prozent zurück, während der Bettenbestand um 0,4 Prozent anstieg.

Das durchschnittliche Alter bei Eintritt in ein aargauisches Alters- oder Pflegeheim betrug letztes Jahr 81,34 Jahre. Seit 2010 erhöhte sich das durchschnittliche Eintrittsalter um knapp neun Monate.

2018 betrug der durchschnittliche Pflegebedarf bei Eintritt in ein Alters- oder Pflegeheim 93 Minuten pro Tag. Dies ist im Vergleich zum Vorjahr eine Minute mehr. Im Vergleich zu 2010 wurden von den über 80-jährigen Personen 359‘011 Stunden oder 86,4 Prozent mehr pflegerische, hauswirtschaftliche und sozialbetreuerische Spitex-Leistungen beansprucht.

Sowohl im Krankenhausbereich wie auch in Alters- und Pflegeheimen und bei der Spitex stiegen die Betriebskosten an. In Spitälern betrug der Kostenanstieg 2018 im Vergleich zu 2010 40,6 Prozent.

Die Betriebskosten der stationären Langzeitpflege in Heimen stiegen zwischen 2010 und 2018 um 38,9 Prozent. Dies sei vor allem auf eine Zunahme der Pensionskosten und der KVG-Pflegekosten zurückzuführen, schreibt das aargauische Departement Finanzen und Ressourcen in einer Mitteilung.

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