Das Rennen um den freien St. Galler Ständeratssitz hat begonnen

SDA

5.12.2018 - 11:36

Mit der Wahl von Karin Keller-Sutter (FDP) in den Bundesrat muss der zweite St. Galler Ständeratssitz neu besetzt werden. Antreten dürften CVP, FDP und SVP. Der erste Wahlgang findet am 10. März 2019 statt.

In den Parteien laufen die Vorbereitungen auf die Ersatzwahl in den Ständerat schon länger - bisher allerdings strikt hinter den Kulissen. Die St. Galler Staatskanzlei hat das Prozedere bereits provisorisch vorgespurt: Danach müssten die Wahlvorschläge bis zum 7. Januar gemeldet werden. Der erste Wahlgang ist auf den 10. März angesetzt, der zweite auf den 19. Mai.

Gerechnet wird mit einem Dreikampf zwischen CVP, FDP und SVP. Die FDP wird den Sitz von Karin Keller-Sutter kaum kampflos preisgeben. Klare Favoritinnen oder Favoriten für eine Nomination gibt es aber nicht.

CVP will Sitz zurück

Jahrzehntelang hatten sich CVP und FDP die beiden St. Galler Ständeratssitze unter sich aufgeteilt. Doch dann trat 2011 Eugen David (CVP) nach einem schlechten Resultat im ersten Wahlgang nicht mehr an. Paul Rechsteiner (SP) eroberte den zweiten Sitz und setzte sich dabei gegen den CVP-Ersatzkandidaten und auch gegen Toni Brunner von der SVP durch.

Die CVP sei entschlossen, den vor sieben Jahren verlorenen Sitz im Ständerat zurückzugewinnen, teilte die Partei am Mittwoch mit. Es gebe "mehrere mögliche Kandidierende". Die Nominationsversammlung findet am 15. Dezember statt. Unter anderem werden Regierungsrat und Finanzchef Benedikt Würth Ambitionen für das Stöckli nachgesagt.

Die SVP werde "auf jeden Fall" antreten, bestätigte Parteisekretärin Esther Friedli gegenüber Keystone-SDA. Nach den Niederlagen von Toni Brunner 2011 und dem Rorschacher Stadtpräsidenten Thomas Müller 2015 dürfte die Partei mit einem neuen Kandidaten antreten. In Frage kommen bekanntere Exponenten wie etwa Nationalrat Roland Rino Büchel oder allenfalls auch Regierungsrat Stefan Kölliker.

Wenig Zeit

Allen drei Parteien bleibt wenig Zeit, die Kandidaturen bei den Wählerinnen und Wählern zu lancieren. Ein in der Öffentlichkeit eher unbekannter Name dürfte es entsprechend schwer haben.

Wenige Monate nach der Ersatzwahl finden dann im Herbst die ordentlichen Ständeratswahlen statt. Bereits klar ist, dass dann im Kanton St. Gallen zwei Bisherige antreten werden: Paul Rechsteiner hat schon länger erklärt, dass er seine Arbeit in Bern noch nicht beendet sieht.

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