Doppelt so hohe Vergütungen in St. Galler Leitungsgremien

14.6.2018 - 12:18, SDA

Die Vergütungen für die Leitungen von selbständigen öffentlichen Anstalten im Kanton St. Gallen, wie dem Universitätsrat oder dem Verwaltungsrat der Spitäler, hätten sich beinahe verdoppelt. Dies kritisiert die SP-Grüne-Fraktion in einem Vorstoss.

Das Staatspersonal habe in den letzten Jahren einiges einstecken müssen, schreibt die SP-Grüne-Fraktion in ihrem Vorstoss, den sie in der Junisession eingereicht hat. Anders sei die Situation bei den Leitungsorganen von selbständigen öffentlich-rechtlichen Anstalten. Dies zeige die Rechnung 2017.

So seien die Vergütungen für Gremien wie etwa dem Universitätsrat oder dem Verwaltungsrat der Spitalverbunde von 0,82 Mio. Franken für 2016 auf 1,65 Mio. Franken für 2017 angestiegen.

Kein Sparen in Chefetagen

Dieser Anstieg stehe "zweifellos" im Zusammenhang mit einer neuen Vergütungsverordnung, die seit Juni 2016 angewendet werde, schreibt die Fraktion und rechnet vor: Die ersten Monate 2016 noch unter dem alten Regime hätten den Kanton monatlich 68'562 Franken gekostet. Seit Juni sei der Betrag auf 131'212 Franken pro Monat gestiegen. Dies entspreche beinahe einer Verdoppelung. 2017 habe dann der monatliche Schnitt 138'450 Franken betragen.

Damit zeige sich ein klares Bild: Die Leitungsgremien würden unter dem neuen Public-Governance-Regime deutlich besser entschädigt, "von Sparen in den Chefetagen keine Spur".

Die Fraktion will nun von der Regierung wissen, wie sie den deutlichen Anstieg bei den Entschädigungen erkläre und ob sie die Erhöhungen für fair halte.

Der Vorstoss ist noch nicht beantwortet.

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