Dunant-Museum in Heiden zeigt Belarus im Blick von Fotografinnen

gn, sda

26.11.2020 - 11:48

Frauen spielen beim Protest in Belarus eine entscheidende Rolle. Das Henry-Dunant-Museum in Heiden AR zeigt ab Samstag eine Bilderauswahl von elf Fotografinnen, die den Widerstand auf den Strassen von Minsk dokumentiert haben.

Die Proteste in Belarus gegen den Machthaber Alexandr Lukaschenko dauern bald vier Monate. Die friedliche Bewegung demonstriert gegen Wahlbetrug, Gewalt und für Demokratie. Montags gehen die Pensionierten auf die Strasse, samstags die Frauen und am Sonntag alle zusammen. Auch viele Fotografinnen gehen auf die Strasse, um die Geschehnisse aus ihrer Perspektive zu dokumentieren.

Neben politischem Handeln sei länderübergreifende zivilgesellschaftliche Solidarität gefragt, heisst es in der Mitteilung des Henry-Dunant-Museums. Das Museum, das dem Leben und Wirken des Initianten des Roten Kreuzes gewidmet ist, sei deshalb kurzfristig eine Kooperation mit dem Festival «The Month of Photography in Minsk» eingegangen.

In einer Installation zeigt das «Dunant Plaza», ein Zwischennutzungsprojekt des Museums im ehemaligen Hotel Krone in Heiden, Arbeiten von elf Fotografinnen, welche eindrückliche Einblicke zur aktuellen Lage in Belarus ermöglichten.

Das «Gesicht» der Proteste

Aufgrund der prägenden Rolle der Frauen, die oft als «Gesicht» der Proteste beschrieben würden, werde in der Installation «Belarusian Sundays in Red and White» bewusst eine Bildauswahl von Fotografinnen gezeigt.

Die Fotografien sprechen von Verletzlichkeit, Verzweiflung, von Mut und Zuversicht – Bilder von grosser Dringlichkeit, wie das Henry Dunant Museum schreibt. «Sie sind nicht nur eindrückliche Dokumentationen der aktuellen Geschehnisse, sondern sensible Porträts von Protagonistinnen und Akteuren.» Die Ausstellung dauert bis 13. Dezember.

www.dunant-museum.ch

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