Kriminalstatistik GR

Gewaltstraftaten in Graubünden stark zurückgegangen

uj, sda

28.3.2022 - 11:51

Die Fälle häuslicher Gewalt gingen in Graubünden letztes Jahr um 15 Prozent zurück. (Symbolbild)
Keystone

Im Kanton Graubünden sind die Gewaltstraftaten letztes Jahr stark zurückgegangen. Die Strafbehörden registrierten 543 Fälle, 20 Prozent weniger als 2020.

uj, sda

28.3.2022 - 11:51

Dabei ging die häusliche Gewalt im Rahmen von familiären und familienähnlichen Beziehungen um 15 Prozent auf 217 Fälle zurück, wie aus der am Montag veröffentlichten Kriminalstatistik der Kantonspolizei hervorgeht. Etwa die Hälfte dieser Fälle betrifft Paarbeziehungen.

Erfreulicherweise ging auch die Anzahl schwerer angewandter Gewalt zurück, von 30 auf noch 26 Straftaten. Die meisten Gewaltdelikte entfielen auf Drohung, Tätlichkeit, einfache Körperverletzung, Nötigung sowie Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte. 92 Prozent der Gewaltstraftaten konnten aufgeklärt werden.

Leicht zurückgegangen sind 2021 die Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz. Es gab 1152 Verzeigungen, drei Prozent weniger als im Vorjahr. Hingegen nahmen die Anzeigen wegen Drogenhandels um 20 Prozent zu auf 176. Am häufigsten ging es um Handel mit Cannabisprodukten, gefolgt von Stimulantien wie Kokain, Amphetamine und Ecstasy sowie von Heroin.

Massiver Anstieg der Cyber-Kriminalität

Insgesamt wurden im Bündnerland letztes Jahr 9165 Straftaten erfasst. Das sind vier Prozent mehr als 2020. In gleichem Umfang stiegen die Vermögensdelikte auf insgesamt 4092.

Besonders stark zugenommen hat die digitale Kriminalität, die erstmals in der Statistik ausgewiesen wird. 2021 wurden 570 Cyber-Straftaten begangen, ganze 71 Prozent mehr als im Vorjahr. Vier Fünftel dieser Fälle waren Wirtschaftsdelikte, bei einem Sechstel handelte es sich um Sexualdelikte.

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