Graubündner Kantonalbank übertrifft 2020 eigene Erwartungen

lm

4.2.2021 - 11:12

Die Graubündner Kantonalbank (GKB) hat 2020 deutlich besser abgeschnitten als erwartet. Sie erzielte einen Konzerngewinn von 180,9 Millionen Franken. Und auch für das laufende Jahr bleibt das Bündner Kantonsinstitut zuversichtlich.

Trotz Gewinnwarnung Anfang Jahr sprach Bankpräsident Peter Fanconi am Donnerstag an der virtuell durchgeführten Bilanzmedienkonferenz von einem «sehr guten Resultat». Die GKB-Spitze gab zudem bekannt, dass die PS-Versammlung in Chur auch dieses Jahr wegen der Corona-Pandemie nicht durchgeführt werden kann – zum zweiten Mal nach 2020.

Die Inhaber der Partizipationsscheine sollen eine unveränderte Dividende von 40 Franken erhalten. Insgesamt werden über die Dividende 100 Millionen Franken an die Partizipanten und an den Kanton Graubünden ausgeschüttet.

Der Geschäftserfolg als zentrale Kennzahl für die operative Leistung verminderte sich um 6,8 Prozent auf 188,2 Millionen Franken. Der Konzerngewinn ging etwas weniger stark um 2,5 Prozent auf 180,9 Millionen zurück. Damit blieb unter dem Strich deutlich mehr übrig als die von der Bankführung im Sommer in Aussicht gestellten 170 Millionen Franken.

Zinsgeschäft mit weiterer Zunahme

Der Geschäftsertrag nahm in der Berichtsperiode um 1,9 Prozent ab. Während der Nettoerfolg im zentralen Zinsgeschäft weiter stieg (+2,9 Prozent), entwickelten sich sowohl der Erfolg im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft (-4,4 Prozent) wie auch im Handelsgeschäft (-4 Prozent) rückläufig.

Die Kundenausleihungen betrugen zum Jahresende insgesamt 20,7 Milliarden, was einem Plus von 3,2 Prozent entspricht. Das Wachstum sei wiederum durch erstklassige ausserkantonale Hypotheken und Konsortialkredite getrieben worden. Die Hypotheken als gewichtigste Komponente der Ausleihungen erhöhten sich ebenfalls um 3,2 Prozent. Im Rahmen des Covid-19-Programms zahlte die GKB Kredite im Umfang von 161,7 Millionen aus.

Konzerngewinn auf 180 Millionen geschätzt

Eine recht deutliche Zunahme verzeichneten die Kosten, die im Gesamtjahr um 4,2 Prozent stiegen. Als Gründe nennt die GKB insbesondere die Digitalisierungsoffensive, das Jubiläumsprojekt #gkb2020 sowie die Rekrutierung von Fachspezialisten.

Für das laufende Jahr zeigt sich die Bankführung zuversichtlich und rechnet mit einem erneut guten Ergebnis. Der Konzerngewinn wird bei 180 Millionen Franken und damit auf dem Niveau von 2020 erwartet.

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