Industrie

Huber+Suhner führt ab Mai Kurzarbeit ein

SDA

24.4.2020 - 12:10

Die Coronakrise wirkt sich auch auf den Industriekonzern Huber+Suhner aus. Der Kabel- und Elektrokomponentenhersteller setzt vorübergehend auf Kurzarbeit.

Die Massnahmen der Regierungen rund um den Globus zur Coronapandemie wirkten sich seit einigen Wochen «spürbar» auf die Nachfrage aus, teilte Huber+Suhner am Freitag mit. Zwar habe sich das Geschäft in China schnell erholt und bewege sich heute auf einem «guten» Niveau, dafür seien nun andere wichtige Absatzregionen und Werke betroffen.

Die Aufträge von Kunden seien in den letzten Wochen «merklich» zurückgegangen und das Unternehmen geht davon aus, dass es mehrere Wochen dauern werde, bis sich die Nachfrage wieder vollkommen erholt. Daher werden die Kapazitäten angepasst. Huber+Suhner plant ab Mai in der Schweiz und in einzelnen anderen Ländern die Einführung von Kurzarbeit. Zuvor habe man vor allem Ferien und Überzeiten abgebaut.

Die Produktionsstätten sollen aber nach Möglichkeit von der Kurzarbeit ausgenommen bleiben, um die Lieferfähigkeit aufrecht zu erhalten. Die Versorgung mit wichtigen Materialien und Komponenten habe man zuletzt weitestgehend gesichert.

Auch die Führungskräfte wollen einen Beitrag leisten: Die Mitglieder von Verwaltungsrat, Konzernleitung und höherer Kaderstufen verzichten laut Huber+Suhner vorübergehend auf 10 Prozent ihrer fixen Entschädigung.

Die Prognose für das Geschäftsjahr 2020 wird derweil angesichts der aktuellen Unsicherheiten zurückgezogen. Im März hatte Huber+Suhner noch eine EBIT-Marge im Bereich von 8 bis 10 Prozent in Aussicht gestellt.

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