Coronavirus – Schweiz

Kanton St. Gallen weitet Coronavirus-Tests aus

SDA

21.4.2020 - 16:21

Die St. Galler Regierung will mehr Personen auf das Coronavirus testen, um die Infektionsrate tief zu halten.
Source: KEYSTONE/PETER KLAUNZER

Die St. Galler Regierung will ab kommenden Montag mehr Personen auf das Coronavirus testen, um die Infektionsrate tief zu halten. Ausserdem hat sie eine Vorlage für Liquiditätshilfen in Härtefällen an den Kantonsrat überwiesen.

Sowohl für die Gesellschaft wie auch für die Wirtschaft sei es wichtig, die Infektionsrate tief zu halten, schreibt die St. Galler Staatskanzlei am Dienstag in einer Mitteilung. Zentral sei deshalb, auch während der Lockerungsphase die Hygiene- und Abstandsvorschriften einzuhalten.

Die Regierung erachtet es zudem als wichtig, mehr Personen auf das Coronavirus zu testen. Der Kanton erweitert deshalb gemäss den Richtlinien des BAG die Indikation zur Durchführung von diagnostischen Tests bei Personen mit Verdacht auf eine akute Infektion.

Ab kommenden Montag werden auch Personen mit leichten Krankheitssymptomen wie Fieber, Husten, Halsschmerzen oder Verlust des Geruchs- oder Geschmackssinns auf das Coronavirus getestet. Mit dieser Massnahme wolle die Regierung erreichen, dass sich nur noch jene Personen isolieren müssen, die sich tatsächlich mit dem Virus infiziert haben, heisst es weiter. Die vorgesehene Änderung der Testpraxis könne zu einem Anstieg der Fallzahlen führen.

Härtefall-Vorlage an Kantonsrat

Die St. Galler Regierung hat zudem die Vorlage «Bekämpfung des Coronavirus: Liquiditätshilfe in Härtefällen» an den Kantonsrat überwiesen. Darin ist zum einen das Gesetz über die Gewährung von ergänzenden Krediten und Solidarbürgschaften in Folge des Coronavirus enthalten.

Zum anderen enthält die Vorlage auch einen Nachtrag zum Kantonsratsbeschluss über die Zuweisung des Kantonsanteils am Erlös aus dem Verkauf von Goldreserven der Schweizerischen Nationalbank an das besondere Eigenkapital.

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