Elektro-Mobilität

Langzeittest mit Elektro-Bus in Graubünden

mafr, sda

10.2.2022 - 11:07

Beim Langzeittest will die Bus AG herausfinden, was der E-Bus im Alltag taugt. Sowohl bei Minustemperaturen, als auch im Stadtverkehr.
Keystone

In Graubünden verkehrt seit Anfangs Februar der schweizweit erste zugelassene 12 Meter Elektro-Bus. Das Fahrzeug wird während eines Jahres in verschiedenen Gebieten getestet.

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10.2.2022 - 11:07

Bis Ende Mai transportiert der E-Bus Passagiere im Engadin. Anschliessend verkehrt der vollelektrische «MAN Lion's City 12E» abwechslungsweise in den beiden Wirkungsgebieten der Bus AG und somit auch im Stadtgebiet von Chur und Umgebung, wie die Betreiberin am Donnerstag mitteilte.

Die Bus AG und der Fahrzeughersteller Man seien gespannt auf die Ergebnisse des Langzeittests. Man wolle prüfen, was der E-Bus im Alltag taugt: Sowohl bei minus 20 Grad im winterlichen Oberengadin als auch in der Stosszeit im Stadtgebiet von Chur.

Die Erkenntnisse aus dem Test könnten in die künftige Anschaffungsstrategie der Bus AG einfliessen, hiess es weiter. Dies obwohl diese Elektro-Fahrzeuge in der Anschaffung bedeutend teurer sind als die herkömmlichen Dieselfahrzeuge.

10 Stunden Ladezeit

Die Bus AG erwartet aufgrund verschiedener Faktoren, dass sich die Betriebskosten elektrischer Fahrzeuge künftig den jetzigen Antriebstechnologien angleichen werden. Zudem werde der Umwelt-Aspekt immer wichtiger.

Beim neuen E-Bus handelt es sich um einen sogenannten «Depotlader». Die Akkus werden mittels Ladegerät stationär aufgeladen. Eine komplette Aufladung dauert rund 10 Stunden. Die erwartete Reichweite des E-Busses liegt gemäss Hersteller je nach Einsatzgebiet und Bedingungen bei 200 bis 270 Kilometern.

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