Liechtenstein erstellt Baukasten für Rheindamm-Sanierung

16.5.2018 - 17:02, SDA

Das Fürstentum Liechtenstein will für die Sanierung des Rheindammes einen Massnahmen-Baukasten erstellen. Dieser soll bis Ende 2020 verschiedene Sanierungsmöglichkeiten aufzeigen.

Aus dem Baukasten soll danach für jeden der verschiedenen Dammabschnitte die zweckmässigste Sanierungsvariante evaluiert werden, wie die Regierung in Vaduz am Mittwoch mitteilte.Anschliessend soll das auf Liechtensteiner Boden 25 Kilometer lange Bauwerk zeitlich gestaffelt in etwa fünfzehn einzelnen Projekten saniert werden.

Die Priorisierung der verschiedenen Bauprojekte orientiert sich an den Stabilitätsdefiziten der einzelnen Dammabschnitte. Begonnen wird mit den besonders instabilen Sektoren, die aus Gründen der Hochwassersicherheit möglichst rasch auf ein "adäquates, den Sicherheitsbedürfnissen entsprechendes Niveau" gebracht werden sollen, wie es in der Mitteilung weiter heisst.

Existenzbedrohende Auswirkungen

Ein Dammversagen könne heute bei grossen und sehr selten auftretenden Hochwasser nicht ausgeschlossen werden, hiess es. Ein solches hätte für Liechtenstein existenzbedrohende Auswirkungen.

Vor diesem Hintergrund messe die Regierung dem Sanierungsprojekt eine elementare Bedeutung bei. Mit dem Bau des Kontroll- und Interventionsweges sei ein erster wichtiger Schritt zur Verbesserung der Dammsicherheit bereits geleistet.

Weil der Rhein ein Grenzfluss ist, sollen die künftigen Sanierungsmassnahmen auf der liechtensteinischen Dammstrecke in enger Absprache mit den Anrainern und Nachbarn erfolgen. Es handelt sich um die Kantone St. Gallen und Graubünden, sowie das österreichische Bundesland Vorarlberg.

Liechtenstein bekennt sich auf der Grundlage des Entwicklungskonzepts Alpenrhein der Internationalen Regierungskommission Alpenrhein (IRKA) zu einem koordinierten, gemeinsamen Handeln. Die Verbesserung des Hochwasserschutzes war bereits 2005 ein wichtiger Teil dieses Entwicklungskonzeptes.

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