UmweltSanierung nach Gewässerverschmutzung bei Zernez GR beginnt 2026
masn, sda
17.12.2024 - 16:04
Die Sanierungsarbeiten im Spöl sollen 2026 beginnen. (Archivbild)
Bild:Keystone
Die Sanierungsarbeiten nach einer Verschmutzung des Flusses Spöl auf dem Gebiet des Schweizerischen Nationalparks bei Zernez GR werden gemäss der Engadiner Kraftwerke AG voraussichtlich 2026 beginnen. Bei einem Betriebsunfall im September 2016 war bei Sanierungsarbeiten an der Mauer des Livignostausees der Giftstoff PCB in das Gewässer gelangt.
Keystone-SDA, masn, sda
17.12.2024, 16:04
17.12.2024, 17:40
SDA
Nach der Zustimmung des Kantons Graubünden genehmigte auch die Eidgenössische Nationalparkkommission das von der Engadiner Kraftwerke AG (EKW) eingereichte PCB-Sanierungsprojekt, wie die EKW und der Schweizerische Nationalpark (SNP) am Dienstag in einer gemeinsamen Mitteilung schrieben. Die Ausschreibung der Arbeiten sei publiziert worden.
«Bei optimalem Verlauf starten 2025 die Vorbereitungen und 2026 beginnen die Sanierungsarbeiten im oberen Spöl», hiess es im Communiqué weiter. Teil der Vorbereitungsarbeiten sei unter anderem die Umsiedlung von rund 12'000 Fischen.
«Wir werden rund drei Kilometer des Flusses umsiedeln», sagte der EKW-Direktor Giacum Krüger auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Die Fische werden flussabwärts in Richtung Zernez umgesiedelt, bleiben aber im selben Fluss. «Eine komplizierte Arbeit, in einem schwer zugänglichen Gebiet, die wir von Hand erledigen müssen», so Krüger weiter. Wenn das Wetter mitspielt, sei mit einem Zeitaufwand von rund zwei Wochen zu rechnen. Danach werden die betroffenen Flussabschnitte trockengelegt und die Baustelle wird eingerichtet.
Einigung am runden Tisch
Als die Engadiner Kraftwerke AG 2016 Korrosionsschutzarbeiten an der Staumauer Punt dal Gall durch eine Drittfirma ausführen liessen, gelangte Rostschutzfarbe in den Fluss. Giftige Polychlorierte Biphenyle (PCB) verschmutzten das Gewässer. Das besonders belastete Tosbecken unterhalb der Staumauer sei bereits 2017 saniert worden. Umstritten blieb, ob und wie der darunterliegende und 5,6 Kilometer lange Flusslauf saniert werden soll. Auch die Kostenübernahme der Sanierung war ein Streitpunkt.
Das kantonale Amt für Natur erliess zunächst eine Verfügung, wie der Spöl zu sanieren sei. Dagegen hätten sowohl die EKW, der SNP sowie Umweltverbände Beschwerden eingereicht. Die Beschwerdeführer bildeten gemäss der Mitteilung schliesslich einen runden Tisch, um einen gemeinsamen Vorschlag zu einer Sanierung zu erarbeiten. Damit sollten die Beschwerden sistiert werden. Der Kanton Graubünden sei weitestgehend auf diesen Vorschlag eingegangen.
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