Schaffhauser Gebäudeversicherung verzeichnet mehr Brandschäden

16.4.2018 - 14:55, SDA

Brände haben im vergangenen Jahr im Kanton Schaffhausen einen Schaden von knapp 3,4 Millionen Franken verursacht. Das liegt deutlich über dem zehnjährigen Mittel von 2 Millionen. Dafür blieben die Schäden durch Hagel und Sturm vergleichsweise gering, wie aus dem Geschäftsbericht der Schaffhauser Gebäudeversicherung hervorgeht.

Die Zahl der Brandschäden nahm 2017 im Vergleich zum Vorjahr zwar nur leicht von 71 auf 75 zu. Doch zwei grosse Totalschäden - eine Schreinerei in Merishausen und ein Wohnhaus mit Scheunenanbau in Siblingen - liessen die Schadenssumme in die Höhe schnellen.

Am meisten Brandschäden verursachten im vergangenen Jahr erneut indirekte Blitzschläge, wie es im Geschäftsbericht 2017 der Gebäudeversicherung des Kantons Schaffhausen (GVSH) heisst. Mängel an Apparaten sowie die unsachgemässe Verwendung von solchen folgen in der Statistik der Brandursachen. Zwei der 75 Brandschäden waren eindeutig auf Brandstiftung zurückzuführen.

Bei den Elementarschäden wurden 365 Fälle mit einer Schadensumme von rund 0,75 Millionen Franken verzeichnet. Für den Grossteil dieser Schäden waren zwei Sommer-Stürme mit Hagel im August verantwortlich.

Die GVSH schreibt von einer hohen Anzahl an Schadensmeldungen, was zu einem "respektablen Bewältigungsaufwand" geführt habe. Doch fielen die einzelnen Schäden für sich betrachtet gering aus. Der Gesamtschaden bei den Elementarfällen blieb deshalb unter dem zehnjährigen Mittel von 1,07 Millionen.

Per Ende 2017 waren bei der GVSH 29'860 Gebäude versichert. Das Versicherungskapital erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 0,27 auf 26,31 Milliarden Franken. Ihr 208. Geschäftsjahr schliesst sie mit einem Reingewinn von 4,37 Millionen Franken ab. Dank dieses erfreulichen Abschlusses könne die Gebäudeversicherungsprämie "weiterhin auf niedrigem Stand konserviert werden", heisst es im Geschäftsbericht.

Wie sich die Schäden im laufenden Jahr entwickeln werden, lässt sich nicht voraussagen. Bekannt ist aber, dass der Start ins 2018 turbulent verlaufen ist - die Sturmtiefs "Burglind", "Evi" und "Friederike" sorgten bereits früh für eine überdurchschnittlich hohe Anzahl an Elementarschadensmeldungen.

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