Thurgauer Impfschiff bleibt noch bis Ende Mai in Betrieb

ny, sda

10.3.2021 - 11:31

Das Thurgauer Impfschiff - im Bild Bundesrat Alain Berset bei seinem Besuch Anfang Februar - bleibt bis Ende Mai in Betrieb (Archivbild).
Keystone

Das Thurgauer Impfschiff, das seit Anfang Februar auf dem Bodensee abwechselnd in Romanshorn, Arbon und Kreuzlingen anlegt, bleibt noch bis Ende Mai in Betrieb. Danach wird es durch ein stationäres Impfzentrum abgelöst.

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10.3.2021 - 11:31

Ab Juni soll die «MS Thurgau» wieder normal als touristisches Schiff auf dem Bodensee verkehren, erklärte Gesundheitsdirektor Urs Martin (SVP) am Mittwoch im Grossen Rat. Der Ort des zusätzlichen stationären Impfzentrums sei noch offen. Auf dem Impfschiff werden derzeit täglich bis zu 170 Personen geimpft.

Weit mehr Impfungen sollen nach Ostern im geplanten Impfzentrum in Weinfelden verabreicht werden. Sobald der Kanton genügend Impfstoff erhalte, könnten in Weinfelden täglich über 2000 Personen gegen das Coronavirus geimpft werden, sagte Martin. Im Moment hapere es noch mit dem Impfstoff-Nachschub.

Die mobilen Impfteams haben laut dem Gesundheitsdirektor ihre Einsätze in den Thurgauer Alters- und Pflegeheimen abgeschlossen. Nun würden Bewohnerinnen und Bewohner der Behinderteninstitutionen geimpft.

7 Prozent der Bevölkerung geimpft

Insgesamt haben bisher sieben Prozent der Thurgauerinnen und Thurgauer mindestens eine Impfung erhalten, gut die Hälfte von ihnen bereits auch die zweite. Geimpft werden derzeit immer noch Personen über 75 Jahre und Risikopersonen, wie Martin sagte.

Dass der Bundesrats beim Testen neu auf regelmässiges vorbeugendes Testen setzt, wird von der Thurgauer Regierung begrüsst. Graubünden beweise, dass mit Massentests die Fallzahlen gesenkt werden könnten, sagte Regierungsrätin Cornelia Komposch. Im Thurgau werde derzeit ein Testkonzept ausgearbeitet, Pilotprojekte seien gut angelaufen.

Laut Regierungspräsident Walter Schönholzer haben Thurgauer Firmen bisher 863 Gesuche für Härtefallhilfe eingereicht. 82 Darlehen im Betrag von total 8,5 Millionen Franken seien bisher ausbezahlt worden. Diese Woche sollen nochmals 1,5 Millionen Franken an notleidende Firmen fliessen.

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