Banken Thurgauer Kantonalbank verdient mehr als erwartet

ka

17.2.2022 - 11:24

Die Thurgauer Kantonalbank hat mit ihrem Jahresabschluss die eigenen Prognosen übertroffen. (Archivbild)
Die Thurgauer Kantonalbank hat mit ihrem Jahresabschluss die eigenen Prognosen übertroffen. (Archivbild)
Keystone

Die Thurgauer Kantonalbank (TKB) hat im zurückliegenden Geschäftsjahr Ertrag und Gewinn deutlich gesteigert. Die Dividende wird daher leicht angehoben.

17.2.2022 - 11:24

Der Geschäftsertrag stieg im 150. Jahr des Bestehens der TKB um 7,2 Prozent auf 366,1 Millionen Franken, wie die Bank am Donnerstag mitteilte. Der Geschäftserfolg, als Gradmesser für die operative Leistung, erhöhte sich auf 182,6 Millionen Franken (+9,8 Prozent). Unter dem Strich verdiente die Bank mit 145,6 Millionen Franken 4,7 Prozent mehr als im Vorjahr.

Damit übertraf die TKB ihre ursprüngliche Prognose von August 2021. Damals war die Bank noch von einem leicht rückläufigen Unternehmenserfolg im Vergleich zum Vorjahr ausgegangen. Da die Bank den höchsten Gewinn in der Firmengeschichte ausweisen konnte, wird die Dividende um 10 Rappen auf 3,10 Franken pro Titel erhöht.

Die Gewinnablieferung an den Kanton nimmt damit zu. Sie beträgt 48,2 Millionen Franken. Zählt man die Abgeltungen für die Staatsgarantie und für das Grundkapital, die Ausschüttung an die gewinnanteilsberechtigten Gemeinden und die Steuern dazu, summieren sich die gesamten Abgaben an die öffentliche Hand auf rund 70 Millionen Franken.

Erfolg beim Zinsgeschäft

Im wichtigen Zinsgeschäft erwirtschaftet die TKB einen Erfolg von 260,5 Millionen Franken (+4,5 Prozent). Die Pandemie habe die Wirtschaft weniger stark beeinträchtigt als ursprünglich befürchtet. Daher fielen die Wertberichtigungen für mögliche Kreditausfälle nur moderat aus, hiess es weiter.

Deutlich stärker wuchs das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft mit einem Plus von +11,7 Prozent. Das Handelsgeschäft legte sogar 13,6 Prozent zu. Die Bank macht hierfür vor allem die positive Entwicklung an den Aktienmärkten verantwortlich. Zudem hätten Kunden deutlich mehr Devisentransaktionen durchgeführt.

Zunahme bei den Hypotheken

Die verwalteten Vermögen wuchsen auf 23,2 Milliarden Franken. Zudem überstieg das Depotvermögen erstmals die Schwelle von 10 Milliarden Franken. Auch beim Neugeld konnte die Bank positive Impulse setzen: Innert Jahresfrist flossen netto 1,3 Milliarden Franken neu zum Institut (+23,4 Prozent). Auch im Hypothekargeschäft legte das Volumen deutlich zu, das Plus betrug 5,7 Prozent auf 21,7 Milliarden Franken.

Für das laufende Jahr rechnet die TKB mit einem leicht tieferen Unternehmenserfolg als 2021. Vor allem das anhaltende Tiefzinsniveau, die Entwicklung der Börsen und die Corona-Pandemie seien Unsicherheitsfaktoren.

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