UmweltdelikteVorwürfe gegen Frischkäse-Produzent aus Oberbüren
ka, sda
2.10.2023 - 17:04
Die Frage, ob die Thur durch "Polisherwasser" von der Züger Frischkäse AG verunreinigt wurde, muss wohl das Gericht entscheiden. (Symbolbild)
Keystone
Die Züger Frischkäse AG aus Oberbüren SG soll unerlaubterweise «Polisherwasser» in die Thur abgeleitet haben. Dies wirft die St. Galler Staatsanwaltschaft dem Unternehmen vor. Die Firma hat Einsprache gegen einen entsprechenden Strafbefehl erhoben und wehrt sich in einem Communiqué.
Keystone-SDA, ka, sda
02.10.2023, 17:04
SDA
Am 7. September sei ein Strafbefehl wegen mehrfachen Vergehens gegen das Gewässerschutzgesetz des Bundes erlassen worden, bestätigte die St. Galler Staatsanwaltschaft gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA einen Bericht des «St. Galler Tagblatts» vom Montag.
Das Unternehmen soll insgesamt 61'000 Kubikmeter «Polisherwasser» in die Thur geleitet und so Entsorgungskosten eingespart haben. Die Staatsanwaltschaft verlangte im Strafbefehl eine bedingte Geldstrafe von 144'000 Franken sowie eine Busse von 10'000 Franken. Dazu kommen als Ersatzforderung eingesparte Entsorgungskosten von rund 73'000 Franken
Gegen den Strafbefehl wurde Einsprache erhoben. Deshalb sei das Verfahren noch pendent, sagte Leo-Philippe Menzel, Sprecher der St. Galler Staatsanwaltschaft. Damit dürfte der Fall vor Gericht landen.
«Keine Gesundheitsgefährdung»
In einem am Montagnachmittag verschickten Communiqué weist die Züger Frischkäse AG die Vorwürfe weitgehend zurück. Wasser aus der Frischkäseproduktion werde in einer Wasseraufbereitungsanlage auf den Firmengelände wieder aufbereitet und in der Produktion verwendet.
Fälschlicherweise sei während der letzten Bauphase vorübergehend gereinigtes «Prozesstrinkwasser» sowie kleine Mengen von Milchbestandteilen direkt der Thur, statt der öffentlichen Abwasserreinigungsanlage zugeführt worden. Das Unternehmen gehe von rund 50 Litern Milch auf 100'000 Litern «Prozesstrinkwasser» aus.
Es sei zu keinem Zeitpunkt ungereinigtes Molkenwasser eingeleitet worden. Als die Messungen leicht höhere Werte gezeigt hätten, seien sofort Gegenmassnahmen ergriffen worden. Das Wasser habe zu keinem Zeitpunkt toxische Substanzen enthalten, eine Gesundheitsgefährdung habe nicht bestanden.
T-Rex in Zürich: «Man kann es einfach nicht in Worte fassen»
Zum ersten Mal überhaupt wird in Europa ein T-Rex-Skelett versteigert: Bis zum 16. April 2023 kann «Trinity» in der Zürcher Tonhalle bestaunt werden. Die Fachleute sind von dem Fossil regelrecht hingerissen.
30.03.2023
Offene Drogenszene – als Zürich an der Nadel hing
Wie es zur offenen Drogenszene in Zürich kam und was damals wirklich passierte, zeigen wir im historischen Rückblick.
03.02.2022
Erklärt: Das Schweizer Bio-Ei kommt vom Hybridhuhn – Und was heisst das jetzt?
Die Hühnerzucht weltweit haben sich eine Handvoll Player untereinander aufgeteilt. Auch in Schweizer Ställen stehen Hochleistungssportler. Man wird ja wohl nochmal fragen dürfen: Was bedeutet das für Bio-Ei-Käufer?
17.09.2020
T-Rex in Zürich: «Man kann es einfach nicht in Worte fassen»
Offene Drogenszene – als Zürich an der Nadel hing
Erklärt: Das Schweizer Bio-Ei kommt vom Hybridhuhn – Und was heisst das jetzt?