Gleichstellung63-Jähriger kommt wegen «Predigt» gegen Homosexuelle vor Gericht
fn, sda
18.7.2022 - 12:03
Ein gläubiger Christ muss sich Ende Monat vor Gericht verantworten: Der 63-Jährige hatte Homosexuelle als "minderwertig" bezeichnet, ihre Liebe sei nicht Liebe, sondern "schändliche Begierde". (Archivbild)
Keystone
Weil er Homosexuelle als «minderwertig» bezeichnete, muss sich ein 63-jähriger Lehrer Ende Monat vor dem Bezirksgericht Zürich verantworten. Der gläubige Christ hatte vergangenen Sommer eine schwulenfeindliche Brandrede an der Bahnhofstrasse gehalten.
Keystone-SDA, fn, sda
18.07.2022, 12:03
SDA
Vor unzähligen Passanten setzte der 63-Jährige an einem Samstagnachmittag im Juni 2021 zu seiner «Predigt» an: Homosexuelle seien minderwertig, Homosexualität sei eine Sünde und solche Beziehungen hätten vor Gott keine Gültigkeit, rief er in die Menge.
Homosexuelle Liebe sei zudem keine Liebe sondern «böse Lust» und «schändliche Begierde». Zu diesem Zeitpunkt fand gerade der Pride Month in Zürich statt. Die Innenstadt war mit Regenbogenfarben geschmückt, mehrere Gebäude in Regenbogenfarben beleuchtet.
Gemäss Anklageschrift war sein Ziel offensichtlich, Homosexuelle zu bekehren und «umzupolen». Zwei Homosexuelle, die gerade an der Bahnhofstasse vorbeigingen, riefen schliesslich die Polizei.
Als sich das Polizeiauto näherte, rannte der «Prediger» weg, worauf die Polizeimitarbeitenden die Verfolgung aufnahmen. Der Mann blieb erst stehen, als ihn ein Polizist am Arm packte.
8 Monate Freiheitsstrafe bedingt
Ende Monat muss sich der gläubige Christ nun wegen Diskriminierung und Aufruf zu Hass aufgrund der sexuellen Orientierung und Hinderung einer Amtshandlung vor Gericht verantworten.
Die Staatsanwaltschaft verlangt für den Lehrer eine Freiheitsstrafe von 8 Monaten und eine Geldstrafe, beides allerdings bedingt, bei einer Probezeit von zwei Jahren.
T-Rex in Zürich: «Man kann es einfach nicht in Worte fassen»
Zum ersten Mal überhaupt wird in Europa ein T-Rex-Skelett versteigert: Bis zum 16. April 2023 kann «Trinity» in der Zürcher Tonhalle bestaunt werden. Die Fachleute sind von dem Fossil regelrecht hingerissen.
30.03.2023
Offene Drogenszene – als Zürich an der Nadel hing
Wie es zur offenen Drogenszene in Zürich kam und was damals wirklich passierte, zeigen wir im historischen Rückblick.
03.02.2022
Erklärt: Das Schweizer Bio-Ei kommt vom Hybridhuhn – Und was heisst das jetzt?
Die Hühnerzucht weltweit haben sich eine Handvoll Player untereinander aufgeteilt. Auch in Schweizer Ställen stehen Hochleistungssportler. Man wird ja wohl nochmal fragen dürfen: Was bedeutet das für Bio-Ei-Käufer?
17.09.2020
T-Rex in Zürich: «Man kann es einfach nicht in Worte fassen»
Offene Drogenszene – als Zürich an der Nadel hing
Erklärt: Das Schweizer Bio-Ei kommt vom Hybridhuhn – Und was heisst das jetzt?