Acht Jahre nach seinem Tod

«Schlieremer Wolf» zieht ins Zoologischen Museum 

leph, sda, amo

13.5.2022 - 11:51

Baudirektor Martin Neukom (Grüne) bei der Übergabe des Schlieremer Wolfs an das Zoologische Museum.
Keystone/ENNIO LEANZA

Der erste Wolf im Kanton Zürich nach über hundert Jahren hatte ein kurzes Leben. Das Jungtier wurde 2014 in Schlieren von einem Zug überfahren. Als Präparat ist das Tier nun im Zoologischen Museum zu sehen.

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13.5.2022 - 11:51

Der «Schlieremer Wolf» wurde am Freitag von Baudirektor Martin Neukom (Grüne) dem Zoologischen Museum der Universität Zürich übergeben, wie die Baudirektion mitteilte. Das Präparat wird einen Platz in der Sammlung einheimischer Wildtiere erhalten.

Ab März 2023 geht der ausgestopfte Wolf dann auf Tour: Zuerst wird er in der Sonderausstellung «Schatzkammer Wald» des Museums Burghalde in Lenzburg zu sehen sein. Anschliessend wird er im Altbau der Universität Zürich an der Karl-Schmid-Strasse 4 gezeigt.

Ein Praeparat vom ersten Wolf im Kanton Zuerich, am Freitag, 13. Mai 2022, im Zoologischen Museum der Universitaet Zuerich in Zuerich. Der erste Wolf im Kanton Zuerich nach der Ausrottung vor ueber hundert Jahren ueberlebte nur als Praeparat. Als solches bleibt der 2014 in Schlieren von einem Zug ueberfahrene Zeitzeuge der Nachwelt im Zoologischen Museum der Universitaet Zuerich erhalten. (KEYSTONE/Ennio Leanza)
Ein Präparat vom ersten Wolf im Kanton Zürich, am Freitag, 13. Mai 2022, im Zoologischen Museum der Universität Zürich.
KEYSTONE/Ennio Leanza

Aus dem Bünderland eingewandert

Bei dem Tier handelt es sich um das männliche Jungtier M43 aus dem Bündner Calanda-Rudel. Auf seinem Weg nach Zürich riss der Wolf im Jahr 2013 im Glarnerland und in Ausserschwyz mehrere Schafe.

Danach streifte er auf der Suche nach einem neuen Revier durch den Grossraum Zürich, bevor er in der Nacht auf den 18. Juni 2014 in Schlieren von einem Zug überfahren wurde.

Ein aufmerksamer Jagdaufseher benachrichtige die Fischerei- und Jagdverwaltung, die den Kadaver kurz vor der Entsorgung sicherstellte. Nach Abschluss der genetischen Untersuchungen wurde das Tier vom Tierpräparator Marcel Nyffenegger rekonstruiert.

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