Gemeinderat fordert Corona-Prämie für besonders belastetes Personal

fn, sda

2.12.2020 - 21:07

Lieber Geld auf dem Konto als Klatschen auf dem Balkon: Der Zürcher Gemeinderat will jenen Angestellten eine Prämie ausschütten, die während der Corona-Krise besonders hart arbeiten mussten. (Symbolbild)
SDA

Klatschen auf dem Balkon reicht nicht: Der Zürcher Gemeinderat hat am Mittwoch einen Vorstoss von SP und Grünen unterstützt, der eine Corona-Prämie für besonders belastetes, städtisches Personal fordert. Wie hoch diese Prämie ausfallen soll, ist offen.

Die Einmalzulage soll an jene städtischen Mitarbeitenden gehen, die während der Corona-Krise unter grössten Belastungen und erschwerten Bedingungen arbeiten, konkret etwa ans Spital- und Pflegepersonal.

Der Gemeinderat überwies den Vorstoss mit 68 Ja zu 43 Nein bei 1 Enthaltung an den Stadtrat. Gegen diese Form der Anerkennung waren die Bürgerlichen. Die GLP kritisierte etwa, dass mit einer solchen Einmalzulage nichts an den Arbeitsbedingungen geändert werde.

Die SVP wiederum war der Meinung, dass aktuell viele Menschen ihren Job verlieren würden oder Angst vor Arbeitslosigkeit hätten. Da gehe es nicht, dass die Stadt zur gleichen Zeit Zulagen verteile. Die städtischen Arbeitsbedingungen seien jetzt schon hervorragend.

Kein Reka-Geld

Während das besonders belastete Personal eine Prämie erhalten soll, wird hingegen das Reka-Geld für alle Angestellten eingespart. Ursprünglich war geplant, dem Personal eine Einmalzulage in der Höhe von 3 Millionen Franken in Form von Reka-Rails auszuzahlen.

Für ein 100-Prozent-Pensum hätte es so einen Zustupf von 130 Franken gegeben. Das Geld war eigentlich im Budget 2020 eingeplant, benötigte aber noch einen Ausgabenbeschluss durch den Gemeinderat. Wegen der Corona-Pandemie strich das Parlament diese Reka-Gelder nun aber. Dies war ganz im Sinne des Stadtrates.

Auch er will lieber die besonders belasteten Angestellten belohnen statt allen Mitarbeitenden «einen Mini-Betrag auszuschütten».

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