Auszeichnungen

Kulturpreis des Kantons Zürich für Lichtkünstler Christian Herdeg

kl, sda

11.2.2021 - 10:32

Der Lichtkünstler Christian Herdeg erhält den Kulturpreis des Kantons Zürich. Hier eine Arbeit aus dem Jahr 2006 im Haus Konstruktiv. (Archivbild)
Der Lichtkünstler Christian Herdeg erhält den Kulturpreis des Kantons Zürich. Hier eine Arbeit aus dem Jahr 2006 im Haus Konstruktiv. (Archivbild)
Keystone

Gute Nachrichten für Künstler in schwierigen Zeiten: Der Zürcher Regierungsrat hat die kulturellen Auszeichnungen und Preise des Kantons für 2021 vergeben. Der mit 50'000 Franken dotierte Kulturpreis geht an den Lichtkünstler Christian Herdeg. Die beiden Förderpreise von je 30'000 Franken erhalten das Experi Theater und das Musikertrio «#workoutjazz».

Herdeg gilt als Pionier der Lichtplastik, der mit seiner künstlerischen Arbeit Generationen von Künstlerinnen und Künstlern im In- und Ausland geprägt hat. Er arbeitete als erster Künstler in der Schweiz mit Neonlicht, wie der Regierungsrat in einer Mitteilung vom Donnerstag schreibt.

Seine oftmals monumentalen Installationen im öffentlichen Raum sind geprägt von geometrischen Formen und der Bezugnahme auf die Grundstrukturen der sie umgebenden Architektur. Seit Beginn der 2000-er Jahre kommen immer häufiger auch Leuchtdioden zum Einsatz, deren Farbe und Intensität via Computer gesteuert werden.

Werke von Herdeg befinden sich beispielsweise im Kultur- und Kongresszentrum Trafo in Baden, bei Hoffmann La Roche in Basel und Kaiseraugst und an der ETH Zürich.

Förderpreise für Theater und Musiker

Einer der beiden Förderpreise geht an das Experi Theater, das 2013 von P. Vijayashanthan in Zürich gegründet wurde. Er hat mit dem Experi Theater bereits 15 Theaterproduktionen und Performances umgesetzt, wie es in der Mitteilung heisst. Aktuell arbeitet das Experi-Theater mit der Gessnerallee an einem Grossprojekt zu Tilo Frey, der ersten schwarzen Nationalrätin der Schweiz.

Die künstlerische Leitung der Gruppe teilt er sich mit der Dramaturgin Marie Drath. Bis heute beteiligten sich rund 50 Künstlerinnen und Künstler an den Experi-Projekten. In seinen Arbeiten setzt sich P. Vijayashanthan mit Fragen des Kolonialismus, Rassismus und Sexismus auseinander.

Den zweiten Förderpreis erhalten die drei Zürcher Musiker Florian Kolb, Pablo Lienard und Philipp Saner von «#workoutjazz» (ehemals White Pulse). Das Trio gehört zu den spannendsten jungen Jazzformationen.

«#workoutjazz» zeichnet sich durch eine Mixtur aus Elementen freier Improvisation, Neuer Musik, Jazz sowie experimental Rock und Punk aus und kreiert so eine eigene musikalische Sprache. Die Musiker leisten auf künstlerischer, kuratorischer und organisatorischer Ebene herausragende Arbeit, wie es in der Mitteilung heisst.

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