Zürich

Präventionsstelle Pädosexualität verzeichnet bisher 50 Kontakte

leph, sda

7.6.2022 - 10:41

Durch Beratung und Therapie sollen sexuelle Übergriffe auf Kinder verhindert werden. Die Zürcher Präventionsstelle Pädosexualität verzeichnete im ersten Betriebsjahr 50 Kontaktaufnahmen. (Symbolbild)
Keystone

Im ersten Betriebsjahr haben 50 Personen Hilfe bei der Präventionsstelle Pädosexualität gesucht. Die Stelle will durch Beratung und Therapie verhindern, dass Personen mit pädosexueller Neigung Kinder missbrauchen.

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7.6.2022 - 10:41

Seit Anfang Juni 2021 haben 48 männliche und zwei weibliche Hilfesuchende Kontakt mit der Präventionsstelle aufgenommen, wie Gesundheitsdirektorin Natalie Rickli (SVP) am Dienstag an einer Medienkonferenz sagte. «Der Bedarf ist also da», sagte die Regierungsrätin.

Das Durchschnittsalter, der Personen, die sich gemeldet haben, beträgt 38 Jahre. Die jüngste Person war 16, die älteste 69 Jahre alt.

Die Patientinnen und Patienten seien erleichtert, dass sie in den Beratungen lernen, wie sie mit ihrer Neigung umgehen könnten, ohne straffällig zu werden, so Fanny de Tribolet, die Leiterin der Prävenstionsstelle.

Der Betrieb der Anlaufstelle ist vorerst auf drei Jahre beschränkt und wird von der Psychiatrischen Universitätsklinik PUK betrieben. Das Angebot richtet sich nicht nur an Personen, welche selber pädosexuelle Neigungen verspüren, sondern auch an Angehörige, die etwa bei Familienmitgliedern solche Tendenzen feststellen.

Angeboten wird eine niederschwellige Kontaktaufnahme sowie Beratungsangebote in Einzelgesprächen und Gruppen.

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