Coronavirus – Schweiz

Soforthilfe für Selbständigerwerbende gefordert

SDA

9.4.2020 - 13:46

Selbständige Physiotherapeuten können ihre Tätigkeit aufgrund der Corona-Pandemie höchstens eingeschränkt ausüben. (Symbolbild)
Source: KEYSTONE

Der KMU- und Gewerbeverband Kanton Zürich (KGV) fordert vom Kanton Zürich rasche finanzielle Hilfe für Selbständige. Vielen von ihnen stehe das Wasser bis zum Hals, teilte der Verband am Donnerstag mit.

Zehntausende Selbständigerwerbende im Kanton Zürich würden weiterhin durch die Maschen der bisherigen Hilfspakete fallen. Betroffen seien beispielsweise selbständige Gastrozulieferer, Fotografen und Physiotherapeuten, heisst es weiter in der Mitteilung. Die Betroffenen könnten weder Arbeitslosengelder noch Kurzarbeitsentschädigungen beziehen.

Da der Bundesrat bislang keine Lösung für sie gefunden habe, sei jetzt der Kanton gefordert. Die Kleinunternehmer seien durch die staatlichen Massnahmen gegen die Corona-Pandemie in Schieflage geraten und nicht durch eigenes Verschulden.

Die 15 Millionen Franken, welche der Kanton zur Unterstützung von Selbständigen an die Gemeinden ausbezahlt habe, reiche nicht aus. Notwendig sei ein Vielfaches des Betrages.

Den Betroffenen jetzt unter die Arme zu greifen komme den Staat auf längere Sicht massiv günstiger zu stehen. Denn selbständige Kleinunternehmer hätten bis heute keinen Fallschirm und landeten direkt auf dem Sozialamt.

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