Wettbewerb soll Lösung für Umfahrung von Eglisau bringen

12.2.2019 - 11:10, SDA

Die Gemeinde Eglisau soll durch eine Umfahrung vom Durchgangsverkehr entlastet werden. Die Zürcher Volkswirtschaftsdirektion hat nun einen Wettbewerb für ein Brückenprojekt lanciert, mit dem die Suche nach einer Lösung beschleunigt werden soll.

Mit mehr als 22'000 Fahrzeugen täglich, überdurchschnittlich vielen Lastwagen und täglichen Staus ist die Ortsdurchfahrt von Eglisau seit Jahrzehnten übermässigen Belastungen ausgesetzt, wie die Volkswirtschaftsdirektion am Dienstag mitteilte.

Das Vorhaben ist komplex, da es verschiedene geschützte Objekte, wie die Flusslandschaft des Rheins und das Eisenbahnviadukt berührt. So stuft ein gemeinsames Gutachten der Eidgenössischen Natur- und Heimatschutzkommission (ENHK) und der Eidgenössischen Kommission für Denkmalpflege (EKD) aus dem Jahr 2015 die bis dahin ausgearbeiteten Varianten als schwerwiegende Beeinträchtigung der Schutzobjekte ein.

Eine verträglichere Lösung wird jedoch nicht ausgeschlossen. Der Regierungsrat hat daher entschieden, eine Umfahrung mit einer weiteren oberirdischen Rheinquerung weiterzuverfolgen, wie es in der Mitteilung heisst. Mit einem Wettbewerbsverfahren konnte in Grüningen ein vielversprechendes Umfahrungsprojekt gefunden werden.

Nun soll für Eglisau eine Lösung gefunden werden, welche die Schutzobjekte möglichst wenig belastet. Gleichzeitig sollen der Nutzen für den Verkehr möglichst hoch und die Kosten verhältnismässig sein. Die Anforderungen an die teilnahmeberechtigten Projektteams sind bewusst so definiert, dass auch jünger Teams teilnehmen können.

Die Gemeinde Eglisau begrüsst das Vorgehen und ist in der Wettbewerbsjury vertreten. Diese soll im Herbst 2019 ihre Entscheidung treffen.

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