Winterthur spart Sozialhilfekosten dank mehr Sozialarbeitenden

leph, sda

13.7.2021 - 11:22

In der Stadt Winterthur sollen die Sozialhilfekosten dauerhaft gesenkt werden, indem mehr Sozialarbeitende eingestellt werden. (Symbolbild)
Keystone

Mehr Leute einstellen und unter dem Strich weniger Geld ausgeben – bei der Winterthurer Sozialberatung hat das funktioniert. Laut dem Departement Soziales wurden pro eingesetztem Franken Einsparungen von 1.74 Franken erzielt. Die jährlichen Gesamtkosten hätten so um 2,7 Millionen Franken reduziert werden können.

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13.7.2021 - 11:22

Die Sozialberatung der Stadt Winterthur konnte von 2018 bis 2021 elf zusätzliche, befristete Stellen schaffen. Dadurch reduzierte sich die Zahl der zu betreuenden Fälle pro Vollzeitstelle von 120 auf 80 Fälle. Die Sozialarbeitenden hatten so mehr Zeit, um sich um die einzelnen Sozialhilfebeziehenden zu kümmern.

Fallkosten um mehr als 3 Prozent gesunken

Dies führte laut einer Mitteilung der Stadt vom Dienstag zu tieferen Kosten pro Fall. Die durchschnittlichen Fallkosten sanken um 75.50 Franken, was rund 3,6 Prozent entspricht. Zudem konnten mehr Fälle als vorher aus der Sozialhilfe abgelöst werden. Dies, weil die Betroffenen entweder Arbeit fanden oder andere Leistungen erhielten.

Der Stadtrat beantragt dem Gemeinderat aufgrund der positiven Ergebnisse nun, die elf zusätzlichen, befristeten Stellen bei der Sozialberatung unbefristet weiterzuführen.

Der Stadtrat liess die Auswirkungen der zusätzlichen Sozialarbeitsstellen durch eine externe Analyse untersuchen. Die Studie wurde vom Büro für arbeits- und sozialpolitische Studien (Bass) erarbeitet.

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