Winterthurer SP-Stadtrat Kaspar Bopp will Stadtpräsident werden

SDA

6.4.2021 - 17:30

Soll für die SP das Stadtpräsidium holen: Finanzvorsteher Kaspar Bopp. (Archivbild)
Keystone

Die Winterthurer SP greift nach dem Stadtpräsidium: Der amtierende Finanzvorsteher Kaspar Bopp soll bei den Wahlen 2022 Stadtpräsident werden und damit den langjährigen Stadtpräsidenten Michael Künzle (Die Mitte, ehemals CVP) ablösen.

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6.4.2021 - 17:30

Bopp ist erst seit knapp zwei Jahren im Winterthurer Stadtrat und für die Finanzen verantwortlich. Das grosse Manko an seiner Kandidatur: Er ist keine Frau. Doch die einzige amtierende SP-Stadträtin, Christa Meier, will selber nicht Präsidentin werden, wie sie am Dienstag vor den Medien bekannt gab.

Natürlich habe sie dieses Amt gereizt. «Aber ich bin sehr gerne Bauvorsteherin und in diesem Departement braucht es jetzt Kontinuität.» Gerade bei langfristigen Projekten seien ständige Wechsel Gift. «Ich habe absolutes Vertrauen in Kaspar Bopp, dass er auch die Anliegen der Frauen gut vertreten wird.»

«Die typischen rot-grünen Anliegen»

Bopp versprach, dass er die typischen rot-grünen Anliegen vertreten werde. «Diese finden in der Bevölkerung aktuell eine grosse Mehrheit. Die Stadt Winterthur braucht deshalb auch einen Präsidenten, der diese Anliegen mitträgt», sagte Bopp.

Der amtierende Stadtpräsident Michael Künzle (Die Mitte) ist seit 2012 im Amt. Ob er erneut antritt oder Bopp das Feld überlässt, ist noch offen. Künzle und seine Partei äusserten sich bisher nicht zu ihrer Strategie.

Die anderen SP-Stadträte, Bauvorsteherin Christa Meier und Sozialvorsteher Nicolas Galladé, wollen weitere vier Jahre im Amt bleiben, wie sie am Dienstag bekannt gaben. Ebenfalls bleiben will der Grüne Stadtrat Jürg Altwegg.

GLP-Stadträtin Katrin Cometta und FDP-Stadtrat Stefan Fritschi gaben ihre Pläne bis jetzt noch nicht bekannt. Die Gesamterneuerungswahl für den Winterthurer Stadtrat findet am 13. Februar 2022 statt. Ein allfälliger zweiter Wahlgang würde am 27. März 2022 stattfinden.