Zürcher Stadtrat will 8 Millionen Franken für grüne Förderprogramme

falu, sda

2.6.2021 - 14:29

Mit Pflanzen gegen die Hitze: Zwei städtische Förderprogramme sollen unter anderem dafür sorgen, dass sich die Stadt Zürich nicht zu sehr aufheizt. (Symbolbild)
Keystone

Bepflanzte Fassaden und grüne Dächer: Der Zürcher Stadtrat hat dem Gemeinderat insgesamt 8 Millionen Franken für mehr Grün in der Stadt beantragt. Das Förderprogramm «Mehr als Grün» soll mithelfen, bis 2040 insgesamt 224 Hektaren Stadtfläche ökologisch aufzuwerten.

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2.6.2021 - 14:29

Das Begrünungsziel von 224 Hektaren entspricht 15 Prozent der städtischen Siedlungsfläche. Nach heutigem Stand gelten erst 10,9 Prozent als ökologisch wertvoll, wie der Zürcher Stadtrat am Mittwoch mitteilte.

Mit den 8 Millionen Franken sollen Beratungsangebote sowie einmalige, zweckgebundene Beiträge finanziert werden. Pro Quadratmeter ökologisch aufgewerteter Fläche soll es 20 Franken geben. Wird ein Kies- in ein Gründach umgewandelt, soll sich die Stadt mit 50 Franken pro Quadratmeter beteiligen.

Die Mindestbeteiligung liegt dabei bei 1000 Franken, der Maximalbetrag bei 30'000 Franken. Höchstens 30 Prozent der Gesamtkosten sollen aber übernommen werden. Dafür sollen fünf Millionen Franken bereitgestellt werden.

Das vorgeschlagene Programm basiert auf einem Pilotprojekt, das Grün Stadt Zürich von 2016 bis 2020 durchgeführt hatte. Dabei konnten rund 5,6 Hektare städtischer Grund sowie drei Hektaren Privatgrund aufgewertet werden.

Drei Millionen für die Fassaden

Das auf zehn Jahre angelegte Förderprogramm «Vertikalbegrünung» sieht vor, durch Beratung und finanzielle Anreize Gebäudefassaden zu begrünen. Dafür will der Stadtrat drei Millionen Franken.

Die Begrünung von Fassaden, ein Element der Strategie zur Hitzeminderung, helfe bei der Kühlung der Gebäude und reduziere Wärmeinseln. Dazu erhöhe sie die Biodiversität, verbessere die Luftqualität und mindere Lärmimmissionen.

Das Förderprogramm ist die stadträtliche Antwort auf eine Grüne Motion aus dem Jahr 2017, die ein «Kompetenzzentrum Vertikalbegrünung» forderte.

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